»Weißt du, ich habe Ideale!«

Unsere Familie hat sich in Bewegung gesetzt. Das Ziel: Europa entdecken. In Montenegro begegnen wir einer Frau, die den wichtigsten Schatz ihres Landes retten will.

Europa-Reise - 5. Januar 2018  8 Minuten

Es ist ein Wiedersehen. Zwischen dem Restaurant Plaza an der Strandpromenade im montenegrinischen Ulcinj und dem Whistle-Stop-Café in Köln, wo Zenepa Lika und ich einst gemeinsam als Studentinnen kellnerten, liegen 20 Jahre.

Ich bin auf Reisen. Mit meinem Mann Andi und unseren 3 Kindern Paul (12), Fannie (10) und Liv (5) Wer wissen möchte, wie wir das mit der Schulpflicht organisieren, kann gern Kontakt mit uns aufnehmen. haben wir gerade einen wilden Ritt durch den Balkan hinter uns. Mit einem grünen VW T3 sind wir Kilometer um Kilometer über Landstraßen gefahren, von Deutschland über Ungarn, Serbien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina bis in die Schweiz des Balkans Montenegro bedeutet auf Deutsch »schwarzer Berg«. Das Land trägt den Hinweis auf seine Gebirgszüge also bereits im Namen. Montenegro. Wir haben unser Wohnzimmer gegen einen Bulli eingetauscht, weil die täglichen Bilder in den Nachrichten uns ruhelos gemacht haben: Menschen auf der Flucht, Katharina Wiegmann im Interview mit Populismus-Forscher Cas Mudde Aufwiegler, die Europa auseinandertreiben wollen. Was kann man alldem entgegensetzen?

Wir suchen auf unserer Reise nach Menschen, die sich für ein friedliches, zukunftsgerichtetes Europa stark machen. In Zenepa haben wir dafür genau die Richtige gefunden. Sie mischt sich ein. Und die Politik in ihrer Heimat ganz schön auf: als Lokalpolitikerin und Umweltaktivistin, die sich nicht einschüchtern lässt.

Für ein Land, in dem Gesetze das Maß der Dinge sind

Titelbild: Pixabay / flbu1220 - CC0

von Monika Rech-Heider 

Monika Rech-Heider ist freie Journalistin. Für ein Jahr reist sie mit ihrem Mann und 3 Kindern durch Europa.

Themen:  Europa   Aktivismus   Osteuropa  

Die Diskussionen sind leider nur für Mitglieder verfügbar.

Weitere Artikel für dich