Menschen, die bewegen — 10 Minuten

Es ist Zeit, über den Tod zu reden

12. Januar 2018
Themen:

Sterben, Tod und Trauer – darüber schweigen wir Deutschen eher. Diese 2 Frauen, die ihre Partner verloren haben, wollen das ändern.



Der Tod eines geliebten Menschen reißt uns den Boden unter den Füßen weg. Eigentlich alles ist weg. Die Zukunft, die Gegenwart, nur die Vergangenheit umarmt uns fester und fester, bis es wehtut. Ist das wirklich passiert? Oder alles nur ein Traum? Ein Albtraum.

Um jemanden zu trauern – die Mutter, den Vater, den Bruder, die Freundin, das eigene Kind – ist etwas, was sicher niemand erleben möchte. Aber wenn es doch passiert: Wie gehen wir mit dem Verlust um?

In Deutschland und anderen westlichen Gesellschaften ist Trauer ein unbequemes Thema. Andere sprechen von einer Distanzierung von den Bereichen Sterben, Tod und Trauer Manche sprechen sogar von einem Tabu. Fakt ist: Getrauert wird hierzulande besser hinter verschlossenen Türen. Ein Bestatter gibt Antwort: »Wie trauern eigentlich die Deutschen, Herr Roth?« Trauer ist leiser als früher, anonymer und trägt nicht mehr so viel Schwarz.

Wer jemanden verloren hat, fühlt sich, egal ob bei der Arbeit oder bei einem Feierabendbier, wie der Elefant im Raum. Und braucht auch eine dicke Haut, wenn Familie, Kollegen und Freunde Dinge sagen wie: »Du wirst schon darüber hinwegkommen«.

2 Tage, so lange darf Trauern vertraglich dauern

Denn nach einem Todesfall müssen wir schnell wieder funktionieren. 2 Tage, so viel Sonderurlaub Arbeitnehmer haben ein Recht auf Sonderurlaub aus persönlichen Gründen, ohne eigenes Verschulden und für eine nicht erhebliche Zeitdauer. Konkrete Gründe und Urlaubstage werden im Tarif- oder Arbeitsvertrag geregelt. 2 Urlaubstage beim Tod eines Lebenspartners, Elternteils oder Kindes, jedoch kein Sonderurlaub beim Tod der Oma oder des Opas sind üblich – zum Beispiel im öffentlichen Dienst. steht den meisten deutschen Arbeitnehmern zu, aber nur, wenn Kind, Ehepartner oder ein Elternteil gestorben ist. Für Verwandte zweiten Grades kann es unter bestimmten Voraussetzungen keine solche Extraregelung geben, dazu gehören auch die Großeltern. Die genaue Anzahl freier Tage regelt der Tarif- oder Arbeitsvertrag.

2 Frauen, die Trauer neu denken wollen, sind die Bloggerinnen Silke Szymura und Anja Pawlowski von Hier findest du den Blog »Dein Tod und ich« »Dein Tod und ich«. Silke Szymura war gerade 30 Jahre alt, als das Unvorstellbare passierte. Im gemeinsamen

Titelbild: Unsplash / Christopher Burns - CC0

 

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