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So macht Künstliche Intelligenz unsere Welt besser

Google, Facebook und Co. scheffeln mit unseren Daten Milliarden. Dabei kann Künstliche Intelligenz viel mehr – zum Beispiel alle satt machen.

13. Februar 2018  10 Minuten

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In meinem Studium zu künstlicher Intelligenz habe ich nicht so sehr gelernt, wie mächtig Computer sind. Vor allem habe ich gelernt, dass viele Dinge, die Menschen tun, viel weniger komplex sind, als wir glauben. – Frederik Harder, Master-Student in Amsterdam

Wie Filterblasen online funktionieren, beschreibt Dirk Walbrühl hier Filterblasen, personalisierte Werbung und Wahlmanipulation: Tech-Unternehmen wie Facebook oder Beratungsfirmen wie Cambridge Analytica »Data drives all we do« (also: »Daten bestimmen alles, was wir tun«) – so das Motto der Beratungsfirma Cambridge Analytica (englisch). Das Unternehmen bietet Beratung für politische Wahlkämpfe und zielgerichtetes Marketing an. Dafür wertet es Big Data aus. Der Einfluss der Analysen auf den Ausgang des US-Wahlkampfes 2016 wurde weltweit heiß diskutiert. verstehen es, Künstliche Intelligenz zu ihren Zwecken zu nutzen. Ihre Analysen von Daten greifen gezielt und tief in unsere gesellschaftlichen Strukturen ein. Das Problem dabei ist aber nicht die Künstliche Intelligenz selbst, sondern die Fragen, die ihr gestellt werden:Das Problem ist nicht die Künstliche Intelligenz selbst, sondern die Fragen, die ihr gestellt werden. »Wie können wir schneller wachsen?«, »Wie können wir mehr Profit machen?«

Wie sehen die Ergebnisse aus, wenn wir stattdessen fragen: Wie wir am besten helfen, fragt der sogenannte Effektive Altruismus »Wie können wir besser darin werden, Gutes zu tun?«

Was Werbung und Weltretten verbindet

Daten sammeln, Muster erkennen und Vorhersagen treffen. Das sind die 3 Schritte, die es Google, Facebook und Co. ermöglichen, Zusammenhänge im Verhalten und den Interessen von Menschen zu erkennen. Dieselben 3 Schritte können aber auch dabei helfen, andere Systeme zu verstehen: soziale Strukturen, Versorgungsketten oder Ökosysteme. Fangen wir also mit ein wenig Theorie an:

Schritt 1: Daten sammeln

Hier spricht der Technologie-Kritiker und »Privatsphäre-Designer« Tijmen Schep über die Macht der Daten (englisch, 2016) Daten sind die Währung des Internet-Zeitalters. Unsere Online-Aktivitäten verraten den Datenhändlern, wohin wir gehen, mit wem wir befreundet sind, was wir kaufen (werden), was uns interessiert. So stellen Firmen ein buntes Mosaik aus Informationsschnipseln über jeden einzelnen Internetnutzer zusammen. Noch detaillierter wird das Bild, wenn Unternehmen die gesammelten Daten miteinander teilen Meldest du dich etwa mit deinem Facebook-Account beim Online-Dienst BlaBlaCar an, stimmst du gleichzeitig zu, dass Facebook und BlaBlaCar deine Daten miteinander teilen dürfen. und ihre Kunden über verschiedene Geräte – Laptop, Smartphone und Tablet – hinweg verfolgen. Facebooks Werbekunden können etwa erkennen (englisch), ob ein Kunde eine Anzeige auf seinem Smartphone gesehen und daraufhin das beworbene Produkt online gekauft hat.

Rohdaten allein liefern aber noch keine Erkenntnisse – dabei hilft der nächste Schritt.

Titelbild: pixabay - CC0

von Iris Proff 

Iris Proff studiert Cognitive Science in Amsterdam und hat von November 2016 bis Ende Januar 2017 ein Praktikum in der Redaktion von Perspective Daily gemacht.

Iris Proff studies Cognitive Science at Amsterdam University and completed an internship at Perspective Daily from November 2016 to January 2017.

Themen:  Nachhaltigkeit   Technik   Aktivismus  

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