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Reingeschmökert: Unsere 10 Bücher für die einsame Insel

Diese Bücher sind so verschieden wie wir selbst und lassen uns nicht mehr los.

21. Februar 2018  12 Minuten

Wann hast du das letzte Mal ein richtig gutes Buch gelesen? Eines, das du verschlungen hast. Eines, das du nicht mehr loslassen konntest, das dich nicht mehr losgelassen hat, um das sich deine Gedanken auch noch lange nach dem letzten Satz drehten?

Das Schreiben ist vielleicht die größte aller menschlichen Erfindungen … Bücher brechen die Fesseln der Zeit. Ein Buch beweist, dass Menschen imstande sind, Magie zu entfalten. – Carl Sagan, US-amerikanischer Astronom, Astrophysiker, Exobiologe, Fernsehmoderator, Sachbuchautor und Schriftsteller

Es wird Zeit, dass du wieder einmal einen guten Schmöker zur Hand nimmst und die Magie auf dich wirken lässt. Die Leseliste unserer Redaktion hilft dir bei der Auswahl:

Quelle: Fischer Verlage copyright

Schöne Neue Welt – Aldous Huxley

von Chris Vielhaus

»O schöne neue Welt, die solche Einwohner hat!« …

… möchte man denken: Kriege sind nur noch eine schaurige Erinnerung, Krankheiten weitestgehend ausgerottet. Sinkt die Stimmung doch einmal, benebeln sich alle kostenfrei mit der Superdroge »Soma«. Im Buch wird »Soma« wie folgt beschrieben: »Zweitausend Pharmakologen und Biochemiker erhielten 178 nach Ford Forschungsmittel aus öffentlichen Geldern … Sechs Jahre später wurde das ideale Rauschmittel bereits fabrikmäßig hergestellt … Euphorisierend, narkotisierend, angenehme Halluzinationen weckend … Alle Vorzüge des Christentums und des Alkohols ohne deren Nachteile … Vergessen sie nicht: Ein Gramm versuchen ist besser als fluchen.« (Im Original heißt es auf Seite 66–67 klangvoller »A gramme is better than a damn.«) Kann man dazu »Nein« sagen? Zumindest sollte man ein mulmiges Gefühl in der Magengrube bekommen.

Die »Schöne Neue Welt« kannst du hier oder beim Buchhändler deines Vertrauens kaufen Schöne Neue Welt pendelt zwischen In diesem Text erklärt Dirk Walbrühl, warum wir Utopien nicht zu fürchten brauchen und was sie uns bringen Utopie und Dystopie. In dieser durchoptimierten Welt ist auch Menschlichkeit ausgemerzt: Elternlose Kinder strömen aus Fabriken, um sich auf ihrem vordefinierten Platz im staatlichen Kastensystem auszuruhen und berieseln zu lassen. Wer herumsitzt und Bücher liest, der konsumiert nicht viel. Aldous Huxley zeichnete diese Zukunftsvision bereits 1932 – das Buch liest sich aber, als sei es von heute: Eine nach Unterhaltung gierende Gesellschaft, deren Wirtschaft auf Massenkonsum, Verschwendung und Ausbeutung angewiesen ist. Und deren Bevölkerung sich gegen Ängste und Stress bereitwillig selbst betäubt.

Huxley macht deutlich, dass wir uns nicht nur gegen einen totalitären Staat, wie etwa in 1984, Der Roman »1984« gilt neben »Brave New World« als Klassiker des Genres Dystopie. George Orwell entwarf hier das Bild eines totalitären Überwachungsstaates im Jahr 1984, in dem Zensur herrscht und der Bürger vollends gläsern geworden ist. wappnen müssen – sondern mindestens genauso sehr gegen die schleichende Herrschaft der Irrelevanz.

Quelle: Dumont copyright

Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede – Haruki Murakami

von Maren Urner

Wer schon einmal früh morgens im Dunkeln aufgestanden ist, um sich die Laufschuhe zu schnüren und eine Runde durch die verschlafene Stadt zu drehen, weiß, worüber der Japaner Haruki Murakami Haruki Murakami ist japanischer Bestseller-Autor, seine Romane wurden in rund 40 Sprachen übersetzt. schreibt. Und wer sich schon immer gefragt hat, wie Menschen sich die 42,195 Kilometer lange Qual eines Marathons freiwillig antun können,

Titelbild: BibBornem - CC0

von PD Team 

Uns ist wichtig, in der Redaktion gemeinsam zu arbeiten: In der Regel bespricht jeder Autor seine Texte in verschiedenen Stadien mit 3-4 anderen Autoren. Es gibt aber auch Texte, die in einer noch engeren Zusammenarbeit entstehen, oder mit denen wir uns als Redaktion geschlossen positionieren wollen. Diese Texte stehen dann für das ganze Team von Perspective Daily.

Themen:  Gesellschaft   Bildung  

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