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Umweltprobleme bringen Israelis, Palästinenser und Jordanier an einem Tisch zusammen

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Juliane Metzker / Interview

Umweltprobleme bringen Israelis, Palästinenser und Jordanier an einem Tisch zusammen

16. August 2016

Die Umwelt-Organisation »EcoPeace Middle East« arbeitet seit über 20 Jahren für einen nachhaltigen Ressourcen-Schutz mit jordanischen, palästinensischen und israelischen Kommunen zusammen und bietet damit eine echte Alternative zu den gescheiterten Friedensverhandlungen. Die Aktivisten setzen auf grenzüberschreitende Umwelt-Kooperationen statt Nahost-Konflikt.

Die Die Organisation hat jüngst ihren Namen geändert. Davor hieß sie »Friends of the Earth Middle East« (englisch) »EcoPeace Middle East« ist die einzige überregionale Umwelt-Organisation im Nahen Osten. Ihre Umweltaktivisten arbeiten in Israel, den palästinensischen Autonomiegebieten und Jordanien. Erst vor 22 Jahren haben Jordanien Am 26. Oktober 1994 unterschrieben König Hussein von Jordanien und der israelische Ministerpräsident Jitzchak Rabin den Friedensvertrag zwischen den beiden Staaten. Auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton unterschrieb, da er maßgeblich an den Verhandlungen vorab beteiligt war. Der Vertrag legt als Grenze zwischen den Ländern den Flussverlauf des Jordans fest und reguliert, wie viel Wasser beide Staaten aus ihm entnehmen dürfen. und die Palästinenser Dem Friedensvertrag mit Jordanien ging das Oslo-Friedensabkommen zwischen Israel und Palästina voraus, das ebenfalls vom israelischen Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin und dem Palästinenserführer Yassir Arafat unterschrieben wurde. Das Abkommen war ein wichtiges Signal, nachdem knapp 5 Jahre zuvor die erste Intifada, der Aufstand der Palästinenser gegen die israelische Besatzung, ausgebrochen war. Doch wichtige Fragen, wie die Grenzziehung und eine Regulierung des israelischen Siedlungsbaus, klammerte das Abkommen aus. Die Gespräche darüber wurden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Bis heute gibt es jedoch keine Entscheidungen zu diesen wichtigen Streitpunkten. den Frieden mit Israel vertraglich geregelt. Doch vor allem zwischen den Palästinensern und Israelis besteht der Konflikt um die Landesgrenzen der palästinensischen Autonomiegebiete Die palästinensischen Autonomiegebiete umfassen den Gaza-Streifen und weniger als die Hälfte des Westjordanlands, das zwischen Israel und Jordanien liegt. Die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) rief 1988 den Staat »Palästina« aus. Bis heute haben 136 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen diesen Status anerkannt. Darunter sind auch europäische Staaten, die USA lehnen die Anerkennung des Staates ab. Immer wieder kommt es deshalb zu Konflikten mit Israel, das den illegalen Siedlungsbau in den palästinensischen Gebieten vorantreibt. Während zweier Aufstände der Palästinenser, genannt die 1. (1987) und 2. Intifada (2000), kamen in Palästina und Israel geschätzt 6000 Menschen ums Leben. Auch Israel und die radikal-islamistische Palästinenser-Organisation Hamas im Gaza-Streifen führten seit 2008 3 Kriege gegeneinander, bei denen größtenteils palästinensische Zivilisten getötet wurden. weiter, der sich durch den israelischen Siedlungsbau verschärft. Jordanien hingegen profitiert von den Wirtschaftskooperationen mit Israel, leidet aber wie die palästinensischen Autonomiegebiete an einer mangelnden Wasserversorgung. Die Ausgangslagen der Nationen für die Umweltkooperation sind sehr unterschiedlich, daher habe ich mit Verantwortlichen aus den 3 Ländern gesprochen: Gidon Bromberg (Israelischer Direktor, Tel Aviv), Yana Abu Taleb (Jordanische Projektmanagerin, Amman) und Nader Khateb (Palästinensischer Direktor, Betlehem). Die Einzelgespräche habe ich zu einem Interview zusammengefasst, das zeigt, wie notwendig eine schnelle und nachhaltige Lösung der Wasserprobleme für die arabischen Partner ist.

David Ehl - copyright

 

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