Du trägst ein cooles Outfit. Wer trägt die Verantwortung?

Schnell und billig. So muss Shopping für viele sein. Aber auch die Näherin hat das Recht auf ein gutes Geschäft.

Interview - 23. März 2018  12 Minuten

Es war das größte Unglück in der Geschichte der Textilindustrie Bangladeschs. Am 24. April 2013 Der Fotograf Ismail Ferdous war vor Ort stürzte der mehrstöckige Gebäudekomplex Rana Plaza ein, in dem zu diesem Zeitpunkt mehr als 3.000 Arbeiterinnen und Arbeiter Kleidung für westliche Konzerne nähten. Über 1.100 Menschen kamen zu Tode, mehr als doppelt so viele wurden verletzt.

Liste von Unfällen in Bangladesch seit 2005 bei Reuters (englisch, 2017) Unfälle hatte es schon vorher gegeben. Doch die Katastrophe von Rana Plaza schaffte es, eine internationale Debatte anzustoßen: Wer sind die Menschen, die für den niemals endenden Nachschub an Winter-, Frühlings-, Sommer- und Herbstmode in den Einkaufsmeilen sorgen? Und wer ist dafür verantwortlich, dass sie fair bezahlt werden und keine Gebäude betreten müssen, in denen sich die Risse an der Wand schon abzeichnen?

Am ersten Jahrestag der Katastrophe von Rana Plaza demonstrieren Textilarbeiter in Bangladesch für bessere Arbeitsbedingungen (2014) – Quelle: Solidarity Center

Titelbild: Frank Flores

von Katharina Wiegmann 

Katharina interessiert sich dafür, was Gesellschaften bewegt. Sie hat da ein paar Fragen: Wer bestimmt die Regeln? Welche Ideen stehen im Wettstreit miteinander? Wie werden aus Konflikten Kompromisse? Einer Sache ist sie sich allerdings sicher: Nichts muss bleiben, wie es ist. Bei Perspective Daily schreibt sie über Menschen und Ideen, die den Status quo herausfordern. Katharina hat Politikwissenschaft und Philosophie in München und Prag studiert, inklusive kurzer Ausflüge in die Soziologie und Geschichtswissenschaft.

Themen:  Arbeit   Gerechtigkeit   Konsum  

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