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»Ich mochte am Anfang auch nicht ›Krebs‹ sagen«

Christine hat Krebs und weiß nicht, wie es ihr in einem Jahr geht. Warum sie anfangs kaum darüber sprechen konnte – und heute große Pläne schmiedet.

24. April 2018  34 Minuten

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Ich sitze bei Christine im Wohnzimmer mit Blick in den Garten. Die Sonne geht gerade unter und Hund Lana legt ihre kalte Schnauze in meine Hand. Vor 2 Wochen hat Christine die erste von 6 Chemo-Anwendungen bekommen. Vor 4 Wochen haben wir das erste Gespräch über ihre Krebserkrankung aufgenommen. Nicht gemeinsam im Wohnzimmer, sondern mehrere Tausend Kilometer und 7 Stunden Zeitverschiebung voneinander entfernt. Ich in Austin in Texas am Schreibtisch und Christine bei sich daheim.

Lana sucht die Nähe zu Christine und mir. Bis vor einigen Wochen war sie täglich im Büro von Perspective Daily. – Quelle: Christine Knappheide copyright

Knapp einen Monat lang haben wir uns nicht gesehen, davor jeden Tag zusammengearbeitet. Jetzt gibt es also ein »Davor« und ein »Danach«. Und als wir uns ordnen, um mit unserem zweiten Gespräch zu beginnen, scheint die Zeit plötzlich stillzustehen. Die letzten Sonnenstrahlen fallen durchs Fenster.

Ersten Text verpasst? Hier findest du Teil 1 unserer Reihe zum Thema Krebs.

Maren: Ich habe mir unser erstes Gespräch heute noch mal konzentriert angehört und würde gern mit der letzten Frage, die ich dir da gestellt habe, anfangen. Ich finde, sie passt gut als Einstieg. Du hast gesagt: »Ich hab’ ein Leben und ich hab’ etwas, für das es sich zu leben lohnt, und ein sehr schönes Leben.«

Titelbild: Christine Knappheide - copyright

von Maren Urner 

Maren hat in Neurowissenschaften promoviert, weil sie unser Denkapparat so fasziniert. Die schlechte Nachricht: Wir sind weit davon entfernt, unser Gehirn zu verstehen. Die gute Nachricht: Unser Gehirn ist veränderbar, und zwar ein Leben lang. Wahrnehmungen, Gewohnheiten und Entscheidungen sind also offen für unsere (Lern)-Erfahrungen. Und damit auch für die Erkenntnis: Ich habe mich getäuscht!

Themen:  Psychologie   Gesundheit   Gesellschaft  

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