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Kann die Umwelt eine Wahl entscheiden?

Immer mehr Menschen sehen Umweltschutz als die wichtigste Aufgabe an. Dafür wählen gehen sie aber nicht. Selbst wenn sie wie die Libanesen im Müll ersticken würden?

3. Mai 2018  8 Minuten

Grün, weltoffen und politisch – so sehen wir den modernen Klima- und Umweltschützer. Falsch gedacht! Wer Umweltschutz als Priorität sieht, geht seltener wählen als die, die andere Themen nach vorne bringen wollen. Das hat der Lies hier über Stinetts Studien über umweltbewusste Nichtwähler (englisch, 2017) politische Analyst Nathaniel Stinett aus den USA herausgefunden. Denn bei den US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2016 blieb die Hälfte der umweltbewussten Amerikaner der Wahlurne fern. Mit seinem Team des Hier kannst du einen Podcast mit Nathaniel Stinett hören, in dem er die Ziele seines Projekts beschreibt (englisch, 2018) »Environmental Voter Projects« analysierte er auch andere Wahlen in US-Bundesstaaten und kam zu demselben Ergebnis.

Eine weitere Erkenntnis: Die, die ihr Kreuzchen für die Umwelt setzen, sind meistens auch selbst von Umweltproblemen betroffen. In Entwicklungsländern, wo sich diese Probleme und der Klimawandel bereits katastrophal auswirken, müsste also immer mehr grün gewählt werden. Doch passiert das auch? Was, wenn eine Nation, die in einer der weltweit größten Müllkrisen versinkt, wählen geht?

Das stinkende Finale

Titelbild: Pexels - Emmet -

von Juliane Metzker 

Juliane schlägt den journalistischen Bogen zu Südwestasien und Nordafrika. Sie studierte Islamwissenschaften und arbeitete als freie Journalistin im Libanon. Durch die Konfrontation mit außereuropäischen Perspektiven ist ihr zurück in Deutschland klar geworden: Zwischen Münster und Beirut liegen gerade einmal 4.000 Kilometer. Das ist weniger Distanz als gedacht.

Themen:  Klima   Demokratie   Arabische Welt  

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