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Alles auf Anfang: Mit 50+ einen beruflichen Neustart wagen

Durchhalten bis zur Rente, weitermachen im Hamsterrad oder etwas ganz Neues wagen? Gründen ist nicht nur etwas für Jungspunde. Im Gegenteil: Vieles spricht für einen Neustart im fortgeschrittenen Alter.

18. August 2016 –  15 Minuten
Moni Minas, Gründerin –

Ich habe mich gefragt, ob ich das noch bis zur Rente durchziehen kann. Ein paar Jahre wären es noch gewesen. Dann bekam ich plötzlich diesen rätselhaften Hautausschlag, den sich kein Arzt erklären konnte. Da wurde mir klar: Nein, ich kann nicht bis zur Rente warten. Ich muss jetzt etwas ändern. Mein Name ist Moni Minas, ich bin 59 Jahre alt, von Beruf Ärztin, ich lebe in Bonn. Die letzten Jahre habe ich in einer psychiatrischen Klinik in Dormagen gearbeitet. Ich pendelte jeden Morgen von Bonn nach Dormagen, von einer heilen in eine triste Welt. Um mich herum alles grau und kaputt: die Chemie-Schornsteine der Stadt, die grauen Wände in der Klinik, Depressive, Drogenabhängige und Psychotiker, die mit ihren Rückfällen wie in einer Endlosschleife immer wieder zu uns eingeliefert wurden. Ich konnte ihnen nicht wirklich helfen, konnte ihr Leben nicht verändern. Aber was war mit meinem?

Wenn Arbeitsstress krank macht

Wer mit seiner Arbeit unzufrieden ist, tut gut daran, etwas zu ändern. Denn Unzufriedenheit am Arbeitsplatz kann krank machen. Das gilt besonders, wenn der belastende Zustand über einen langen Zeitraum anhält. Die höchsten Erkrankungsraten und Ausfallzeiten treten Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu psychischer Gesundheit im Betrieb mit Empfehlungen des Ausschusses für Arbeitsmedizinbei Männern und Frauen über 55 auf. Psychische Erkrankungen sind bei Arbeitnehmern im Gesundheits- und Sozialwesen besonders verbreitet. Lange Arbeitszeiten, fehlende Ruhepausen und hoher Arbeitsdruck bringen viele an die eigenen Grenzen.