Sexuelle Vielfalt ist, wenn wir es nicht so genau wissen müssen

Noch vor 300 Jahren hätte dich in der islamischen Welt niemand gefragt, ob du »hetero« oder »homo« bist. Das können wir von den schlüpfrigen Gedichten von damals lernen.

4. Juli 2018  9 Minuten

Kannst du dir vorstellen, in einer Welt zu leben, die auf Schubladen wie »homo« und »hetero« verzichtet? Dass deine romantischen und erotischen Vorlieben keinen besonderen Einfluss darauf haben, wie du dich selbst siehst oder von anderen wahrgenommen wirst? Diese Utopie war vielleicht vor über 1.000 Jahren gesellschaftliche Realität.

Das Feuer des Bechers stieg ihm zu Kopfe und der Wein kroch in seine Wange, / Bis er mir, als den Schleier der Scham fortgeworfen hatte / und sich die Schlafestrunkenheit in seinen Augen drehte, / Die Möglichkeit gab, seine Hosen zu lösen, / da ihn der Becher von seinem Hosenband abhielt. Hier findest du das Buch »Abū Nuwās – Eine Studie zur arabischen Literatur der frühen ‘Abbāsidenzeit« von Ewald Wagner Abū Nuwās, Dichter und Hofpoet der arabischen Literatur – Übersetzung von Ewald Wagner

Titelbild: Dipin Das - CC0

von Lars Hauch 

Lars Hauch schreibt als freier Journalist über Sicherheitspolitik und Islamismus im Mittleren Osten.

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