Dieses Thema berührt uns alle!

Das perfekte Outfit ist gesund, bequem und schick. Du hast es längst.

Artikel & Podcast - 25. Juli 2018  6 Minuten

Die Sonne brennt dir in den Nacken. Mühsam schrubbst du den getrockneten Schlamm von den Speichen. Es lohnt sich: Nach einer Stunde Schrubberei erstrahlt dein Rad in neuem Glanz. Der dreckverschmierte Stofffetzen, der früher einmal dein Lieblings-Shirt war, hat ausgedient. Wehmütig wirfst du ihn zu den Kartoffelschalen auf den Komposthaufen.

Moment, Komposthaufen?

Ja, Komposthaufen! Denn dein Baumwoll-Shirt besteht schließlich zu 100% aus biologisch abbaubaren Materialien. Was bei Joghurtbechern und Plastiktüten mit Felix Austen erklärt hier, warum es auf die richtige Mülltrennung ankommt, damit Bioplastik wirklich »bio« ist Bioplastik noch in ziemlich unbequemen Kinderschuhen steckt, ist bei Kleidung schon seit jeher möglich: ein Produkt, das nach der (richtigen) Entsorgung restlos verrottet.

Trotzdem enthalten Hier liefert Greenpeace dir Zahlen und Fakten zum »Konsumkollaps« durch Fast Fashion (2017, PDF) 60% der Kleidungsstücke, die du weltweit kaufen kannst, die Plastikfaser Polyester Dazu zählen Kleidungsstücke, die komplett aus Polyester bestehen, aber auch solche, die einen Anteil Naturfasern mit Polyester mischen. – die Jahrhunderte überdauert. Und während Wegwerfkaffeebecher und eingeschweißte Gurken längst als Umweltsünde gelten, spricht kaum jemand über das Plastik im Kleiderschrank.

Obwohl wir für unsere Kleidung aus der Vielfalt der Natur schöpfen können, halten wir am Kunststoff-Kostüm fest. Warum?

Titelbild: Tobias Kaiser - copyright

von Carmen Maiwald 

Carmen Maiwald hat »Bekleidung – Technik und Management« an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg studiert. Weil Kleidung jeden berührt, steht für sie fest: Nachhaltig gedacht, ist Mode der richtige Stoff für neue Perspektiven. Im Zeitraum Mai–Juli 2018 unterstützte sie die Redaktion von Perspective Daily als Praktikantin.

Themen:  Nachhaltigkeit   Energie   Konsum  

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