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Brauchen Nazis nur mehr Liebe?

Was mir ehemalige Rechtsextreme über ihr Verhältnis zur Zärtlichkeit verraten haben.

30. Juli 2018  8 Minuten

Als im Mai 2018 die rechtsextreme Kleinstpartei »Der III. Weg« durch das sächsische Chemnitz marschieren wollte, schmetterten ihnen die Chemnitzer Rockband Kraftklub und Hunderte Gegendemonstranten Die Ereignisse auf der Gegendemonstration in Chemnitz gegen den Marsch der rechtsextremen Kleinstpartei »Der III. Weg« (2018) den »Schrei nach Liebe« als Cover entgegen. Den Song der Berliner Band Die Ärzte kennt fast jeder. Zuerst im Jahr 1993 veröffentlicht, ist er mittlerweile zu einer zeitlosen Hymne gegen Rechtsextremismus geworden Im Jahr 2015 etwa, zur Hochzeit der sogenannten »Flüchtlingskrise«, schnellte der Song wieder auf Platz 1 der deutschen Charts, als eine deutschlandweite Aktion gegen Fremdenhass dazu aufrief, sich das Lied im Radio zu wünschen und auf Rathausplätzen zu singen. Organisiert wurde das Ganze vom Musiklehrer Gerhard Torges. Die Band unterstützte die Aktion und spendete alle Einnahmen der Menschenrechtsorganisation »Pro Asyl«. und darf bis heute bei keiner Münsteraner singen als Teil der »Aktion Arschloch« vor dem Friedenssaal den Ärzte-Song »Schrei nach Liebe« gegen fremdenfeindliche Politik (2015) Aktion gegen Rechtsaußen fehlen.

Titelbild: Tobias Kaiser - copyright

von Dirk Walbrühl 

Dirk ist ein Internetbewohner der ersten Generation. Ihn faszinieren die Möglichkeiten und die noch junge Kultur der digitalen Welt, mit all ihren Fallstricken. Als Germanist ist er sich sicher: Was wir heute posten und chatten, formt das, was wir morgen sein werden. Die Schnittstellen zu unserer Zukunft sind online.

Themen:  Internet   Psychologie   Gesellschaft  

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