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Kommentar 

Es ist Zeit, die Abhängigkeit vom Wirtschaftswachstum zu beenden

Mehr als 240 Wissenschaftler wenden sich heute in einem Brandbrief an die europäische Öffentlichkeit.

17. September 2018  4 Minuten

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In dieser Woche treffen sich Wissenschaftler*innen, Politiker*innen und politische Entscheidungsträger*innen Normalerweise gendern wir bei Perspective Daily nicht, die Gründe dafür kannst du hier nachlesen. Im Falle des Brandbriefes haben wir die Schreibweise der Autorenschaft übernommen. in Brüssel zu einer Post-Growth 2018 Conference wegweisenden Konferenz. Ziel dieser Veranstaltung, die von Mitgliedern des Europäischen Parlaments aus 5 verschiedenen Fraktionen sowie Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften organisiert wird, ist es, die Möglichkeiten für eine »Postwachstumsökonomie« in Europa auszuloten.

In den vergangenen 70 Jahren war das Hier schreibt Han Langeslag, warum das BIP seine besten Jahre hinter sich hat Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) das übergeordnete wirtschaftliche Ziel der europäischen Staaten. Während aber unsere Volkswirtschaften gewachsen sind, haben auch die negativen Auswirkungen unseres Wirtschaftens auf die Umwelt weiter zugenommen. Wir überschreiten bereits heute die Das Konzept der planetaren Grenzen: »Planetary boundaries: Guiding human development on a changing planet« (englisch, 2015, Paywall) ökologischen Grenzen, die der Menschheit einen sicheren Handlungsraum auf diesem Planeten geben. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich die Wirtschaftstätigkeit auch nur annähernd so weit von Ressourcenverbrauch oder Umweltverschmutzung entkoppelt, Felix Austen meint: Es ist genug für alle da – vorausgesetzt, wir lassen noch etwas übrig wie es tatsächlich notwendig wäre. Was wir brauchen, ist eine gerechtere Verteilung der Einkommen und des Reichtums, den wir bereits haben. Um die sozialen Probleme in den europäischen Ländern zu lösen, brauchen wir heute kein weiteres Wachstum. Was wir brauchen, ist eine Chris Vielhaus erklärt, warum wir eine echte Neiddebatte brauchen gerechtere Verteilung der Einkommen und des Reichtums, den wir bereits haben.

Titelbild: Johan Wieland - CC BY-ND

von >240 Wissenschaftler *innen 
Die Gruppe aus >240 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern haben gemeinsam einen offenen Brief verfasst und unterzeichnet. Sie fordern die Abkehr vom Wachstumszwang!

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