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So beenden wir die Wohnungsnot wirklich

Bezahlbare Wohnungen sind knapp. Fleißiges Bauen und mehr Wohngeld werden das Problem aber nicht lösen.

25. September 2018  10 Minuten

Hunderttausende von Geflüchteten lösten die Krise aus, die die Bundesrepublik auf Jahre beschäftigen sollte. Unmut über die Neuankömmlinge machte sich in der Bevölkerung breit. Die Politik sah sich zu drastischen Maßnahmen gezwungen.

Wir befinden uns im Jahr 1990. Nach der Wiedervereinigung machten sich Tausende Menschen aus der ehemaligen DDR auf den Weg, um in den attraktiven Ballungszentren im Westen ein neues Leben zu beginnen. Niemand hatte so plötzlich mit so vielen Wohnungssuchenden gerechnet. Die Preise stiegen.

Die Parallelen liegen auf der Hand. Nur gelten heute, im Jahr 2018, so viele Menschen wie noch nie als wohnungslos: 1,2 Millionen sind es. Als wohnungslos gilt, wer keine dauerhafte Wohnung hat und stattdessen in Unterkünften lebt, in denen der Aufenthalt zeitlich begrenzt ist. Anerkannte wohnungslose Geflüchtete fließen mit in die Statistik ein. Ihre Zahl wird auf 686.000 geschätzt. Die Zahl der übrigen Wohnungslosen beträgt schätzungsweise 520.000 Menschen. Rechnet man die geflüchteten Zuwanderer heraus (was wenig Sinn ergibt, da sie genau wie jeder andere eine Wohnung brauchen), ist noch immer ein Anstieg von über 50% gegenüber dem Jahr 2014 zu verzeichnen. Auch die Zahl der von Straßenobdachlosigkeit betroffenen Menschen ist gestiegen: 52.000 Menschen leben ohne jede Unterkunft auf der Straße. Das sind Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (2018) fast 4-mal so viel wie noch vor 4 Jahren.

Titelbild: Tobias Kaiser - copyright

von Chris Vielhaus 

Die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit hat wenig Reibungspotenzial: Wer würde schon ernsthaft behaupten, für weniger Gerechtigkeit zu sein? Chris zeigt, wie das konkreter geht. Dafür hat er erst Politik und Geschichte studiert und dann als Berater gearbeitet. Er macht die Bremsklötze ausfindig, die bei der Gesundheitsversorgung, Chancengleichheit und Bildung im Weg liegen – und räumt sie aus dem Weg!

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