Nach diesem Text weißt du nicht mehr, ob du Tiere lieben kannst

2 Deutsche Schäferhunde konsumieren mehr als ein Mensch in Bangladesch. Ist das unser Ernst?

23. Oktober 2018  6 Minuten

56% der Hunde und 60% der Katzen in den USA sind übergewichtig (englisch, 2018) Übergewichtig, gelangweilt, chronisch ängstlich, Mundgeruch und unordentlich. Trennungsängste und Angst vor Gewittern, Besuchern und Staubsaugern. Klingt nicht nach jemanden, mit dem du deine Freizeit oder gar einen Großteil deines Lebens verbringen willst, oder? Millionen Deutsche und Milliarden Menschen weltweit tun es dennoch. Gemeint ist damit nicht etwa der Ehepartner, sondern des Menschen »liebster Freund«: Hund, Katze und Co.

Die erhalten mittlerweile nicht nur unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, sondern bekommen auch Regenmäntel und Karnevalskostüme angezogen und alkoholfreien Wein, alkoholhaltiges Bier und vegane Eiscreme serviert. Gleichzeitig – oder gerade deshalb – leiden unsere behaarten und gefiederten Freunde immer häufiger an der kompletten Bandbreite zuvor rein menschlicher Probleme – von Übergewicht bis Trennungsangst.

2 Deutsche Schäferhunde konsumieren mehr als ein Mensch in Bangladesch

Titelbild: Max Pixel -

von Maren Urner 

Maren hat in Neurowissenschaften promoviert, weil sie unser Denkapparat so fasziniert. Die schlechte Nachricht: Wir sind weit davon entfernt, unser Gehirn zu verstehen. Die gute Nachricht: Unser Gehirn ist veränderbar, und zwar ein Leben lang. Wahrnehmungen, Gewohnheiten und Entscheidungen sind also offen für unsere (Lern)-Erfahrungen. Und damit auch für die Erkenntnis: Ich habe mich getäuscht!

Themen:  Gerechtigkeit   Nachhaltigkeit   Konsum  

Die Diskussionen sind leider nur für Mitglieder verfügbar.

Weitere Artikel für dich