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Wirtschaftswachstum beenden? Es gibt Wichtigeres zu tun

Während wir über das richtige Wirtschaftssystem streiten, rinnt uns die Zeit davon. So können wir das verhindern.

Kommentar - 19. Oktober 2018  9 Minuten

Im September 2018 versammelten sich mehr als 240 Wissenschaftler, Politiker und Entscheider in Brüssel. Stolz verkündeten sie dort, gemeinsam ein neues wirtschaftliches System zu fordern und es auch vorantreiben zu wollen – eine »Postwachstumsökonomie«. In einem Brandbrief, der auch bei Perspective Daily veröffentlicht wurde, wendeten sie sich an die Europäische Öffentlichkeit:

Es ist Zeit, die Abhängigkeit vom Wirtschaftswachstum zu beendenWeiterlesen

Ja, ihre Aktion hat ein weiteres Mal für Hoffnung gesorgt – die Hoffnung, dass die Menschheit sich endlich von ihrem selbstmörderischen Wirtschaftssystem verabschieden wird. Im besten Fall bevor Warum auch du dich jetzt entscheiden musst, erklären Maren Urner und Han Langeslag hier Klimawandel, saure Ozeane und Eine Welt ohne Plastik? – Für Felix Austen unvorstellbar! Darum müssen wir uns mit unserem Plastik-Konsum versöhnen Berge von Plastikmüll uns alle überwältigen. Doch auch dieses Mal wird ihre Hoffnung nicht erfüllt werden. Aus dem einfachen Grund, David Ehl fragt: Beginnt in dieser Stadt das Ende des Plastiks? dass auch sie nichts verändern werden.

Falsche Hoffnung!

Schlimmer noch: Mit ihrer Aktion sorgen die mehr als 240 Wissenschaftler, Politiker und Entscheider erneut dafür, dass wir uns fälschlicherweise sicher fühlen, weil sie uns glauben lassen, dass eine Auch der Direktor des Wuppertal Instituts Uwe Schneidewind fordert im Gespräch mit Felix Austen und Han Langeslag eine Transformation Transformation kurz bevorstehe. So riskieren sie letztendlich, dass wir die Dirk Walbrühl fragt: Verwandeln wir unseren Müll bald in alles, was wir wollen? radikalen Veränderungen hinauszögern, die tatsächlich für eine lebenswerte Zukunft nötig sind.

Das Ziel verfehlt!

Titelbild: Tobias Kaiser - copyright

von Graeme Maxton 

Graeme Maxton war bis Mai 2018 Generalsekretär des »Club of Rome«, einer Organisation mit Fachleuten aus mehr als 30 Ländern, die sich für eine nachhaltige Zukunft der Menschheit einsetzt. Er ist Co-Autor des Bestsellers »Ein Prozent ist genug« und fordert jetzt in seinem neuen Buch »Change« eine radikale Wende.

Graeme Maxton was the Secretary General of the Club of Rome until May 2018, a global network of renowned independent thinkers dedicated to addressing the challenges facing humanity. Graeme Maxton and Jorgen Randers are the authors of »Reinventing Prosperity«, published by Greystone, October 2016, and »Ein Prozent ist genug«, published by oekom. In his new book »Change« he describes the radical change needed for a sustainable future for all of us.

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