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Die Welt geht unter und du willst nicht nur zuschauen?

Ja, jeden Tag die Welt zu retten ist anstrengend. Dieser Text hilft dir dranzubleiben.

26. Oktober 2018  7 Minuten

Anfang Oktober ist es mal wieder soweit: Mahnende Überschriften warnen in apokalyptischem Ton vor dem Klimakollaps, der laut dem neuen DIE ZEIT zum Bericht des Weltklimarats (2018) UN-Weltklimabericht noch schneller kommen wird als erwartet. Nichts Neues eigentlich – außer dass die Wissenschaftler nun (endlich) Im Intelligencer: »The only thing that changed, this week, is that the scientists, finally, have hit the panic button.« (englisch, 2018) den Panikknopf gedrückt haben. Nichtstun ist keine Option. Als ich mich durch die Nachrichten klicke, fühle ich mich trotzdem fassungslos, schockiert – und gleichzeitig resigniert.

»Als ob das jetzt was ändert«, schießt es mir durch den Kopf. Denn meine Zuversicht beim Mammutprojekt »ökologischer Wandel« ist gedämpft angesichts der Maren Urner begibt sich auf eine Reise durch den Kopf des »Klimaskeptikers« Klimawandelleugner, Wirtschaftslobbyisten und einer bequemen Masse von »Weiter so«-Menschen. Im Kampf gegen die ungreifbare Bedrohung durch den Maren Urner und Han Langeslag zeigen hier: »Um diese Entscheidung kommst auch du nicht mehr herum!« menschengemachten Klimawandel ist es leicht, sich wie ein Sandkorn zu fühlen, das zwischen immer neuen Herausforderungen zu Staub zerrieben wird.

Nach einigen weiteren Weltuntergangsüberschriften spüre ich dann eine Mischung aus Wut und Motivation in mir aufkommen. Ein »Jetzt erst recht!«-Gefühl köchelt in mir hoch.

Und so stehe ich wieder mal vor der Frage: Felix Austen fragt sich, wie wir Handeln und Ideale unter einen Hut bekommen Wie mache ich weiter?

Umweltschutzorganisationen sind so zahlreich wie die Bereiche, in denen ich mich »bessern« kann: Maren Urner spricht mit Bea Johnson. Der Müll, den sie in einem Jahr produziert, passt in ein Einmachglas Zero Waste, Maren Urner serviert dir das Menü zur Weltrettung pflanzliche, saisonale und regionale Ernährung, Minimalismus, Julia Stürzl über die befreiende Leere im Kleiderschrank Slow Fashion … Allein die Auswahl kann überfordern und lähmen.

Mit Illustrationen von Tobias Kaiser für Perspective Daily

von Katharina Ehmann 

Was macht dich krank, was hält dich gesund? Wie können wir uns selbst besser verstehen und welchen Einfluss hat jeder Einzelne – auf sich selbst, aber auch seine Umwelt? Diesen Fragen geht Katharina als Psychologin auf den Grund.

Themen:  Psychologie   Nachhaltigkeit  

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