»Lässt du die Leute rein oder schlägst du sie tot?«

Er ist wieder da: Der Bestsellerautor Timur Vermes hat einen neuen Roman geschrieben. Er weiß, was zu tun ist, wenn bald Millionen Menschen vor unseren Toren stehen – und reinwollen.

Menschen, die bewegen - 7. November 2018  13 Minuten

Als hätte er es vorhergesehen. Wenige Wochen nachdem Timur Vermes seinen neuen Roman »Die Hungrigen und die Satten« veröffentlicht hat, in dem sich eine große Zahl von Flüchtlingen aus Nordafrika auf den Weg Richtung Deutschland macht, passiert genau das in Amerika. Tausende Menschen, die vor Gewalt und Armut fliehen, bewegen sich dort gerade auf die US-amerikanische Grenze zu. Was passiert, wenn sie dort ankommen, ist völlig ungewiss.

Was bei uns passieren würde, wenn das Szenario auch in Europa eintreten würde, malt sich Timur Vermes in seinem Buch aus. Vermes’ fiktives Deutschland hat allerdings das Glück, David Ehl findet, Horst Seehofer hat so lange über Flüchtlinge geredet, dass die Menschen vergessen haben, was sie wirklich beschäftigt einen Innenminister zu haben, der Lust auf gute Politik hat, anstatt aus der Notlage Kapital schlagen zu wollen, und bringt eine richtig Katharina Wiegmann im Interview mit Gesine Schwan darüber, wie Städte besser mit Geflüchteten umgehen können gute Lösung ins Rollen. Warum diese im echten Deutschland niemand aufgreift, weiß Timur Vermes selbst nicht so genau. Dass sie funktionieren würde und dass wir sie irgendwann brauchen werden – davon ist der Autor aber überzeugt!

Timur Vermes

Der Geschichts- und Politikwissenschaftler Timur Vermes arbeitete viele Jahre als Journalist für Boulevardzeitungen wie die Münchner Abendzeitung und den Kölner Express. Im Jahr 2012 veröffentlichte er seinen ersten Roman, »Er ist wieder da«, in dem Adolf Hitler im Hier und Jetzt wieder erwacht. Das Buch erklomm Platz 1 der Bestsellerlisten und wurde unter anderem fürs Kino verfilmt.

Bildquelle: Cristopher Civitillo

Titelbild: Cristopher Civitillo - copyright

von Maren Urner 

Maren hat in Neurowissenschaften promoviert, weil sie unser Denkapparat so fasziniert. Die schlechte Nachricht: Wir sind weit davon entfernt, unser Gehirn zu verstehen. Die gute Nachricht: Unser Gehirn ist veränderbar, und zwar ein Leben lang. Wahrnehmungen, Gewohnheiten und Entscheidungen sind also offen für unsere (Lern)-Erfahrungen. Und damit auch für die Erkenntnis: Ich habe mich getäuscht!


von Felix Austen 

Dem Physiker Felix geht es ums Klima, um Landwirtschaft, Energie und Umwelt. Was können Wissenschaft, Politik und Gesellschaft tun, damit alle auf der Welt, mit der Welt und von der Welt gut leben können? Genau: Der heilige Gral der Nachhaltigkeit!

Themen:  Europa   Flucht   Gesellschaft  

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