Niemand will krank werden. Deshalb geht es hier darum, dass du gesund bleibst

Seit Jahren wird mehr Prävention gefordert. Statt nur zu reden, beweist dieses Tal im Schwarzwald, dass uns echte Vorsorge gesünder und glücklicher macht – und viel Geld spart.

3. Januar 2019  10 Minuten

Wenn ich früher zum Orthopäden sollte, musste ich wochenlang warten und mir dann für den Termin direkt den halben Tag freinehmen. Hier geht alles schneller und ich bin nach 30 Minuten wieder aus der Praxis raus. – Jürgen Gerhardt, Teilnehmer des Versorgungsmodells »Gesundes Kinzigtal«

Auch wenn es anders klingt: Jürgen Gerhardt ist »ganz normal versichert«, wie er sagt, also bei einer gesetzlichen Krankenkasse. Der 75-Jährige, der vor seinem Ruhestand in Hamburg lebte und arbeitete, ist nicht zu einer privaten Krankenkasse gewechselt, Gastautor Roman Böckmann über die 2-Klassen-Medizin in Deutschland deren Versicherte häufig von Ärzten bevorzugt werden. Er ist aufs Land gezogen. Und zwar ins Kinzigtal, eine bergige Region östlich der französischen Grenze in Baden-Württemberg.

Hier haben sich die Ärzte mit Managern verbündet, um unser Gesundheitssystem vom Kopf auf die Füße zu stellen: Anstatt Symptome mit immer neuen Verordnungen ruhigzustellen, versucht man hier, die Gesunden gar nicht erst krank werden zu lassen.

Was logisch klingt, ist weder selbstverständlich noch Standard. Statistisches Bundesamt (2018) Rund eine Milliarde Euro

Mit Illustrationen von Tobias Kaiser für Perspective Daily

von Chris Vielhaus 

Die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit hat wenig Reibungspotenzial: Wer würde schon ernsthaft behaupten, für weniger Gerechtigkeit zu sein? Chris zeigt, wie das konkreter geht. Dafür hat er erst Politik und Geschichte studiert und dann als Berater gearbeitet. Er macht die Bremsklötze ausfindig, die bei der Gesundheitsversorgung, Chancengleichheit und Bildung im Weg liegen – und räumt sie aus dem Weg!

Themen:  Gesellschaft   Deutschland   Gesundheit  

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