Lasst mir meinen letzten Bissen Fleisch!

Sagt unser Autor Chris Vielhaus. Doch Felix Austen hält dagegen: Die Salami bleibt im Kühlregal!

Kommentar - 10. April 2019  9 Minuten

Nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag fahren wir manchmal gemeinsam mit dem Rad nach Hause. Wir, Chris und Felix, wohnen in derselben Richtung. Auf dem Weg legen wir einen Stopp im Supermarkt ein, um ein paar Dinge fürs Abendessen zu besorgen. Obst, Gemüse, dann geht es weiter zu den Molkereiprodukten, ein wenig Käse eingepackt. Und dann kommt sie: die Fleischtheke. Wir bleiben stehen.

Sicher kennen wir die Probleme, die an diesem Ort lauern, kommen sie doch in unserer Redaktion Woche für Woche auf den Tisch: Die industrielle Fleischproduktion belastet die Böden, verursacht Antibiotikaresistenzen und mutet den Tieren einiges zu. Nicht zu vergessen: der Schaden fürs Klima.

Doch es hilft nichts: Felix’ Blick bleibt an der würzigen Salami hängen, Chris’ Augen fixieren die saftig marinierten Chicken Wings. Können wir das machen? Nachdem wir erst heute wieder stundenlang über industrielle Fleischproduktion und ihre schlimmen Folgen diskutiert haben?!

Mit Illustrationen von Mirella Kahnert für Perspective Daily

von Chris Vielhaus 

Die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit hat wenig Reibungspotenzial: Wer würde schon ernsthaft behaupten, für weniger Gerechtigkeit zu sein? Chris zeigt, wie das konkreter geht. Dafür hat er erst Politik und Geschichte studiert und dann als Berater gearbeitet. Er macht die Bremsklötze ausfindig, die bei der Gesundheitsversorgung, Chancengleichheit und Bildung im Weg liegen – und räumt sie aus dem Weg!


von Felix Austen 

Dem Physiker Felix geht es ums Klima, um Landwirtschaft, Energie und Umwelt. Was können Wissenschaft, Politik und Gesellschaft tun, damit alle auf der Welt, mit der Welt und von der Welt gut leben können? Genau: Der heilige Gral der Nachhaltigkeit!

Themen:  Nachhaltigkeit   Essen   Konsum  

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