PD Daily — 2 Minuten

Diese Bio-Festplatte ist kleiner und hält länger als jede Speicherkarte

14. Mai 2019
Themen:

Von der Natur inspiriert überdauert sie Tausend Jahre.



Jeder Smartphone-Besitzer kann heute von überall in Sekunden auf mehr Daten zugreifen, als in eine ganze Bibliothek passen. Doch diese Datenflut hat auch Nachteile:

  • Energieverbrauch: Hinter dem Internet stehen ganze Serverfarmen, also große Rechenzentren voller Computer, die Strom verbrauchen, gekühlt werden müssen und immer größer werden. Jedes dieser modernen »Hyperscale-Rechenzentren« hat die Ausmaße mehrerer Fußballfelder und verschlingt so viel Energie wie eine Kleinstadt. Weltweit gibt es bisher 350 von ihnen – Die Prognosen zu Rechenzentren im »Global Cloud Index« von Cisco (englisch, 2018) und es werden immer mehr gebaut.
  • Datenverlust: Server, die mit dem Internet verbunden sind, können das Ziel von Angriffen und Hacks sein. Dazu sind Server kaum etwas anderes als moderne Festplatten mit empfindlichen Teilen und Kontakten, Chip.de über die maximale Lebensdauer von Festplatten (2017) anfällig für Feuchtigkeit und Überhitzung. Spätestens nach der realistischen Lebensdauer von 5–10 Jahren ist ein Austausch nötig. Das bedeutet neue Kosten und im schlimmsten Fall bei einzelnen Festplatten daheim auch verlorene Daten.

Wie aber lassen sich Daten sicher und energiesparend eine möglichst lange Zeit speichern? Diese Frage stellte sich ein Forscherteam der Harvard-Universität. Antworten fanden die Wissenschaftler in der Natur. Denn dort werden Informationen nicht auf Festplatten, sondern in DNA-Molekülen abgelegt. Und das in winziger Größe und ohne dass ständig Energie zugeführt werden muss.

Titelbild: wikicommons - CC0

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