Dieser Filter könnte unser Wasser vom Plastik befreien

Eine Erfindung made in Germany zieht kleinste Partikel aus dem Wasser. Schon bald könnte sie in ganz Deutschland zum Einsatz kommen.

PD Daily - 21. Mai 2019  3 Minuten

Plastikmüll ist überall. Der Taucher Victor Vescovo fand Plastik tief im Marianengraben (englisch, 2019) Selbst in den Tiefen des Meeres wurden die unschönen Hinterlassenschaften des Menschen bereits gefunden. An der Oberfläche der Ozeane ist es nicht besser. Im Gegenteil: Zwischen Hawaii und Kalifornien treibt der Die ZEIT schreibt über den Plastikmüll in den Weltmeeren (2018) »Great Pacific Garbage Patch«, eine Insel aus Plastikmüll mit einer Fläche, die 4-mal so groß ist wie Deutschland.

Weniger offensichtlich, aber nicht weniger problematisch ist das sogenannte Mikroplastik: Winzig kleine, mit bloßem Auge nicht erkennbare Kunststoffpartikel, die im Meer treiben und durch die Luft schwirren.

Heute wissen wir, dass Mikroplastik im Wasser nicht in erster Linie mit dem Treibgut zusammenhängt. Es stammt vor allem aus dem Abrieb von Autoreifen, dem Waschen moderner Textilien und aus bestimmten Kosmetikprodukten. Über den Regen oder Felix Austen zeigt hier, wie wertvoll unsere Abwässer eigentlich sind unsere Hausabflüsse gelangen diese Mikroplastikteile ins Wasser.

Das alles schien für uns bisher weit weg.

Doch mit diesem Trugschluss war spätestens vergangenes Jahr Schluss, als österreichische Forscher die winzigen Plastikteilchen Die Ergebnisse der Studie, die Mikroplastik im Menschen nachwies (englisch, 2018) auch im Menschen nachweisen konnten. Mikroplastik-Partikel sind zwischen wenigen Millimetern und 0,001 Millimetern groß. Bisher ist noch völlig unklar, wie diese im menschlichen Körper wirken und in welchem Maß sie eine Gefahr für die Gesundheit darstellen.

Kein Wunder, denn auch in unseren Eine Studie analysiert den Fund von Mikroplastik im Trink- und Grundwasser (englisch, 2019) Flüssen und im Grundwasser schwimmen diese Teilchen längst mit. Wie aber kriegen wir das Mikroplastik wieder aus unseren heimischen Gewässern raus?

Titelbild: Johnny McClung - CC0

von Dirk Walbrühl 

Dirk ist ein Internetbewohner der ersten Generation. Ihn faszinieren die Möglichkeiten und die noch junge Kultur der digitalen Welt, mit all ihren Fallstricken. Als Germanist ist er sich sicher: Was wir heute posten und chatten, formt das, was wir morgen sein werden. Die Schnittstellen zu unserer Zukunft sind online.

Themen:  Nachhaltigkeit   Konsum   Technik  

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