PD Daily — 2 Minuten

Diese 4 Krankheiten erkennen Algorithmen heute schon besser als echte Ärzte

11. Juni 2019
Themen:

Komplexe Diagnosen führen Menschen an ihre Grenzen. Deshalb hilft KI ihnen dabei, die Medizin in die Zukunft zu führen.



Mangelernährung, PTBS, Tuberkulose: komplexe Diagnosen überfordern Ärzte. Doch Algorithmen lernen heute schon, wie sie helfen können – und könnten der Anfang einer Zukunftsmedizin sein.

Unter dem Mikroskop sind die Bakterien der Tuberkulose kaum zu erkennen. Sie sind zu klein, zu sehr verteilt, zu unscheinbar – und mancher Arzt Genauer gesagt spezialisierte Pathologen in Fachlaboren. hat schon lange, anstrengende Tage auf der Suche nach ihnen verbracht, um einem Patienten mit Brustschmerzen und Atemnot die richtige Diagnose stellen zu können.

Doch gerade bei Tuberkulose darf kein Fehler passieren. Denn nur mit einer zeitigen Quarantäne und Behandlung lässt sich die meldepflichtige Krankheit eindämmen, die zwar vor allem in Asien und Südafrika verbreitet ist, Ein aktueller Verdachtsfall der Tuberkulose mitten in Bayern (2019) aber auch immer wieder in Europa auftritt. 2016 forderte der damalige UN-Generalsekretär Ban Ki-moon daher: Das Statement des ehemaligen UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon zum weltweiten Kampf gegen Tuberkulose (englisch, 2016) »Wir brauchen neue Tests, um Menschen mit Tuberkulose noch schneller zu diagnostizieren […].«

Und ein solcher Test ist nun in greifbarer Nähe.

Denn in Zukunft können Krankenhäuser und Pathologen auf eine neue Wunderwaffe setzen: künstliche Intelligenz (KI). Hinter diesem Begriff verbirgt sich ein digitales neuronales Netzwerk, das Prozesse im menschlichen Gehirn nachahmt und auf spezielle Aufgaben trainiert werden kann. Etwa auf die Suche nach Tuberkulose-Bakterien.

Chinesischen Forschern gelang dies erstmals vergangenes Jahr. Ihr neuronales Netzwerk lernte an über 3 Millionen Beispiel-Diagnosen, Das Paper des chinesischen Forschungsteams zur Erkennung von Tuberkulose durch KI (englisch, 2018) Tuberkulose zu 97,9% sicher zu erkennen. Und mit mehr Training und mehr Rechenleistung dürfte sich die Genauigkeit noch weiter erhöhen lassen. Für die chinesischen Forscher war dies ein voller Erfolg – für den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Medizin aber erst der Anfang:

Titelbild: Nhia Moua - CC0

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