Rassismus macht Schule. Das kannst du dagegen tun

Anstatt uns über »Schulen im Brennpunkt« aufzuregen, sollten wir über Lösungen reden. Hier ist die vielversprechendste.

Interview - 4. Juli 2019  9 Minuten

In die Schule gehen Kinder, um zu lernen. Und eigentlich sollte das Thema Bildung auch im Vordergrund stehen, wenn die Öffentlichkeit auf die Lehranstalten im Land schaut. Stattdessen machen Schlagzeilen die Runde wie: Das titelte die Bild – korrekt müsste es in der Überschrift heißen: »Nur eines von 103 Kindern spricht zu Hause Deutsch.« (2018) »Nur eins von 103 Kindern spricht zu Hause deutsch.«, Diese Aussage einer Lehrerin titelte der Freitag (2018) »Der Nahostkonflikt ist hier.« und Ein MDR-Bericht zu der Grundschule Aue-Fallstein im Landkreis Harz (2018) »Plötzlich Problemschule«.

Manchmal klingen Nachrichten über Schulen mehr nach Kriegsberichterstattung als alles andere. Verängstigte Lehrerinnen, gewalttätige Schülerinnen und Schüler, der Mob auf dem Pausenhof. Diese düsteren Bilder sind nicht besonders konstruktiv, wenn es darum geht, tatsächlich etwas gegen Diskriminierung und Gewalt an Schulen zu setzen. Und oft spiegeln sie auch nur eine Seite des Problems.

Bei der Berliner Antidiskriminierungsbeauftragten Saraya Gomis gingen in den Jahren 2016/17

Titelbild: Cel Lisboa - CC0

von Nadire Biskin 

Nadire Y. Biskin hat Philosophie und Spanisch an der Humboldt-Universität zu Berlin studiert. Sie ist Autorin und Journalistin. Ihre Texte wurden in verschiedenen Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht. Ihre Schwerpunkte: Diskriminierung und Gesellschaft.

Themen:  Deutschland   Gesellschaft   Aktivismus  

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