In dieser englischen Stadt hat die Polizei der Einsamkeit den Kampf angesagt

In Großbritannien fühlen sich eine Million Menschen über 65 Jahre einsam. Wie Bankdrücken dagegen hilft.

PD Daily - 9. Juli 2019  3 Minuten

»Einsam sein heißt mehr als nur alleine zu sein.«

Das ist ein Ergebnis der weltgrößten Umfrage zum Thema Einsamkeit: Die Ergebnisse von BBC’s Loneliness Experiment (englisch, 2019) BBC’s Loneliness Experiment. Daran nahmen im Jahr 2018 rund 55.000 Briten teil und beleuchteten so ein Phänomen, das heute The Indian Express schreibt über die Einsamkeitsepidemie (englisch, 2019) rund um den Globus wahrgenommen wird und einen eigenen Namen hat: die »Einsamkeitsepidemie«.

Und die hat Folgen: Denn Einsamkeit geht mit schlechter Gesundheit einher – belegt das Experiment. Andere Studien kommen sogar zu dem Ergebnis, dass häufige Dieses Paper verbindet Einsamkeit und Demenz (englisch, 2018) Einsamkeit das Risiko für Herzstörungen oder Demenz erhöhen kann und generell die Lebenserwartung senkt. Die Ergebnisse der Studie in Kürze: Soziale Isolation erhöht die Wahrscheinlichkeit auf frühen Tod um 29%, gefühlte Einsamkeit um 26% und alleine zu leben um 32%. Kein Wunder, dass Psychologen das Gefühl mittlerweile Die »American Psychological Association« über Einsamkeit als Gesundheitsgefahr (englisch, 2019) als ernstes Gesundheitsrisiko betrachten – fast so gefährlich wie Übergewicht oder Rauchen.

Wer dabei vor allem an Seniorinnen und Senioren denkt, liegt nicht falsch. Denn diese haben durch ihre Lebensumstände oft weniger soziale Kontakte. In Großbritannien etwa lebt die Hälfte aller Menschen über 65 Jahre allein. Laut der Wohltätigkeitsorganisation »Age UK« Eine Wohltätigkeitsorganisation in Großbritannien, die sich um ältere Menschen kümmert und ihre Lebensumstände verbessern möchte. sagen Übersicht von »Age UK« über Studien zu Loneliness (englisch, 2015) 49% von ihnen, dass vor allem »Fernsehen oder Haustiere« ihre Gesellschaft sind – und 17% haben sogar weniger als einmal pro Woche Kontakt zu Familie, Freunden oder Nachbarn.

Was aber lässt sich dagegen tun?

Titelbild: Matthew Bennett - CC0

von Dirk Walbrühl 

Dirk ist ein Internetbewohner der ersten Generation. Ihn faszinieren die Möglichkeiten und die noch junge Kultur der digitalen Welt, mit all ihren Fallstricken. Als Germanist ist er sich sicher: Was wir heute posten und chatten, formt das, was wir morgen sein werden. Die Schnittstellen zu unserer Zukunft sind online.


von Lara Grewe 

Lara macht gerade ihren Bachelor in Journalismus und Unternehmenskommunikation an der University of Applied Sciences Europe in Iserlohn. Journalistische Erfahrungen sammelte sie bei einigen Praktika und als freie Mitarbeiterin bei einer Tageszeitung. Sie unterstützte Perspective Daily als Praktikantin von Juli bis Oktober 2019.

Themen:  Gesellschaft   Gesundheit  

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