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Warum du denken sollst, dass du zu viele Steuern zahlst

Wie viel von deinem Gehalt drückst du an den Staat ab? Wahrscheinlich weniger, als du vermutest. So wird unser Unwissen instrumentalisiert.

18. Juli 2019  10 Minuten

Mit Steuern ist es so eine Sache: Eigentlich will kaum jemand mit diesem lästigen Thema zu tun haben. Zu trocken die Materie, zu kompliziert die Gesetze, zu verwirrend die Zahlen. Warum sonst macht nur Repräsentative Umfrage im Auftrag der Vereinigten Lohnsteuerhilfe (2018) jeder vierte Deutsche seine Steuererklärung selbst?

Auf einen Standpunkt können sich aber wohl überdurchschnittlich viele einigen: Hier zeige ich, warum wir zu viele Steuern zahlen – allerdings aus anderen Gründen, als du denkst »Die Steuern sind hoch bei uns in Deutschland, viel zu hoch!«

Und so ist auch die Debatte über die angemessene und vor allem Diskussionspapier des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung – »100 Jahre Steuergeschichte« gerechte Verteilung der Steuerlast so alt wie unser modernes Steuersystem selbst. Da wundert es nicht, dass seit nunmehr 100 Jahren Schlagzeilen wie diese Konjunktur haben:

  • Spitzensteuersatz für alle: In Deutschland müssen auch Lehrer und Facharbeiter den höchsten Steuersatz zahlen stern.de (2018) Der Stern
  • Steuerzahler-Gedenktag 2019: Erst ab dem 15. Juli arbeiten wir in die eigene Tasche rtl.de (2019) RTL.de