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PD Daily 

Kuhrülpser sind schlecht fürs Klima. So können wir sie entschärfen

Klimaschädliches Methan aus der Tierhaltung ließe sich mit diesen Tricks vermeiden.

19. Juli 2019  3 Minuten

Heute Morgen schon ein Glas Milch getrunken? Ein Stück Wurst gegessen? Oder auf einer Scheibe Käse gekaut?

Dann hast du dein Frühstück einigen Tieren zu verdanken. Aber nicht nur den Kühen, die dir jetzt vielleicht in den Sinn kommen, sondern vor allem auch den unzähligen Mikroben in ihren Mägen. Denn diese Bakterien, Pilze und anderen Mikroorganismen machen die eigentliche Arbeit. Sie wandeln die Energie im Viehfutter in die Fette und Eiweiße, die wir dann später zum Beispiel als Butter aufs Brot schmieren.

Das ist für das Klima allerdings ein Problem.

So lassen sich die Kuhrülpser entschärfen

Beim Stoffwechsel der Mikroorganismen entsteht als Nebenprodukt Methan, das Kühe und Schafe ganz ungeniert in die Atmosphäre rülpsen. Und weil Methan ein rund 28-mal so starkes Treibhausgas ist wie CO2, macht das Methan aus der Viehhaltung über 6% Diese Zahl bezieht sich allein auf die Methanemissionen, wohlgemerkt. Rechnet man weitere Treibhausgase mit ein – vor allem Lachgas und CO2 –, so zeichnet die Viehhaltung für über 14% der Treibhausgase verantwortlich. der weltweiten Fakten und Zahlen zu Klimawandel und Nahrungsmittelproduktion der Welternährungsorganisation (englisch, 2013) Treibhausgasemission aus.

Lässt sich das nicht ändern?

Methan aus der Viehhaltung macht über 6% der weltweiten Treibhausgasemission aus.Mit dieser Frage beschäftigen sich Forscher seit Jahren. Sie wollen herausfinden, ob sich die Verdauung der Tiere so verändern lässt, dass weniger Methan dabei entsteht. Anders als oftmals angenommen verlässt nur ein kleiner Teil des Methans die Kuh als Flatulenzen. Der Großteil entweicht durch Aufstoßen aus dem Magen. Und inzwischen gibt es ein paar gute Hinweise, wie das gelingen könnte.