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PD Daily 

Wer glaubt, der »Islamische Staat« sei besiegt, sollte diesen Frauen genau zuhören

Die Terrormiliz jagte die Jesiden im Irak. 5 Jahre nach dem Völkermord stellen die Überlebenden Forderungen, um endlich wieder in Sicherheit zu leben.

6. August 2019  3 Minuten

Hier findest du das Video der Audienz (2019) Im Juli stand Nadia Murad vor US-Präsident Donald Trump. Der Einladung ins Weiße Haus folgte sie zusammen mit anderen, die wegen ihres Glaubens verfolgt wurden. Noch vor über 5 Jahren lebte die 26-Jährige, inzwischen UN-Sonderbotschafterin und Friedensnobelpreisträgerin, mit ihrer Familie im Irak. Dann kamen die Terrormilizen des sogenannten »Islamischen Staats« und töteten ihre Mutter und Brüder. Das Motiv: Der IS sieht die ethnisch-religiöse Minderheit der Jesiden im Irak als Ungläubige an.

Jesiden

Das Jesidentum ist eine eigenständige, monotheistische Religion. Ursprünglich siedelten die Jesiden vor allem im Irak, der Türkei, Syrien und im Iran. Die Mehrheit definiert sich ethnisch als Kurden. Die meisten der in Armenien, Georgien, Russland und dem irakischen Sindschar lebenden Jesiden lehnen das allerdings ab. Sie sehen sich als eigene und unabhängige ethnische Volksgruppe.

Bei einem Massaker in den irakischen Sindschar-Bergen sollen die Dschihadisten bis zu Das ergab eine Umfrage, die im »PLOS Medical Journal« veröffentlicht wurde (englisch, 2017) 5.500 Jesiden getötet und Tausende verschleppt haben. Darunter vor allem Frauen. Murad selbst wurde versklavt, doch sie entkam und zählt zu den Überlebenden Im Jahr 2016 erkannten die Vereinten Nationen die Massaker an den Jesiden offiziell als Völkermord an (englisch) des Völkermords an den Jesiden, der im Jahr 2014 begann und bis heute kaum aufgearbeitet wurde.