3 Gründe, warum du deine Daten schützen solltest

Du postest nur ab und zu mal was bei Facebook oder Instagram? Wenn du glaubst, deine Daten seien zu harmlos, um missbraucht zu werden, solltest du diesen Text lesen.

21. August 2019  5 Minuten

»Was wollen diese Menschen eigentlich immer mit diesem Datenschutz?«, fragte mich ein Bekannter letztens bei einem Spieleabend. Er postet regelmäßig die Bilder seiner Wochenendausflüge auf Instagram, hält auf Facebook seinen Beziehungsstatus aktuell und kommentiert auf Twitter die deutsche Tagespolitik.

Er hätte kein Problem damit, all diesen Seiten und überhaupt dem ganzen Internet seine Informationen anzuvertrauen. Und diese ständigen DSGVO-Erklärungen Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist eine Verordnung der Europäischen Union, mit der die Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch die meisten Datenverarbeiter, sowohl private als auch öffentliche, EU-weit vereinheitlicht werden. In der Praxis führt sie dazu, dass man ständig Zettel unterschreiben und die Zustimmung zur Datenverarbeitung geben muss. und erhobenen Zeigefinger seien doch einfach nur nervig.

Sein Totschlagargument: »Ich habe nicht wirklich etwas zu verbergen, die können ruhig alles wissen.«

Alles? Wirklich?

Denn jeder hat etwas zu verbergen. Und eigentlich sollte heute jeder Datenschützer sein – aus diesen 3 guten Gründen.

1. Die Sache mit den Nazis

Die Stadt Amsterdam pflegte seit 1851 ein ausführliches Register und sammelte darin Informationen über ihre Einwohner: etwa Name, Adresse, Beruf und Religionszugehörigkeit. Das war gut gemeint und sollte für Überblick sorgen. Bis das Register in die falschen Hände fiel.

1940 besetzten die Nationalsozialisten Amsterdam. Versuche von Widerständlern,

Titelbild: Eugene Chystiakov - CC0

von Dirk Walbrühl 

Dirk ist ein Internetbewohner der ersten Generation. Ihn faszinieren die Möglichkeiten und die noch junge Kultur der digitalen Welt, mit all ihren Fallstricken. Als Germanist ist er sich sicher: Was wir heute posten und chatten, formt das, was wir morgen sein werden. Die Schnittstellen zu unserer Zukunft sind online.

Themen:  Politik   Internet   Demokratie  

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