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PD Daily 

Aus! Vorbei! Deliveroo zieht sich aus Deutschland zurück – diese Fahrer geben trotzdem nicht auf

Vor wenigen Tagen hat der umstrittene Lieferdienst seine Arbeit in Deutschland eingestellt. Hunderte Fahrer stehen nun ohne Job da. Doch 2 von ihnen haben eine Idee für einen Neuanfang.

23. August 2019  3 Minuten

Fast über Nacht standen sie ohne Jobs da: Jahrelang hatten Fahrer für den Essenslieferdienst Deliveroo gearbeitet – seit dem 16. August ist er vom deutschen Markt verschwunden. Das Unternehmen hatte seinen Rückzug nur 4 Tage vorher öffentlich gemacht. Der Lieferdienst hat zwar »angemessene Vergütungspakete« angekündigt, es deutet sich aber an, Zusammenfassung der aktuellen Situation der »Deliveroo«-Fahrer dass diese eher spärlich ausfallen. Sie seien ein Zeichen des »Guten Willens«, heißt es dazu laut Medienberichten in einem Schreiben an die Fahrer. Guter Willen? Tatsächlich hat Deliveroo die Arbeiter nicht angestellt, sondern als Selbstständige beschäftigt, ist in seinen Augen also gar nicht verpflichtet, überhaupt etwas zu zahlen. Die Frage, ob die Fahrer eventuell scheinselbstständig beschäftigt wurden, also als Freelancer mit nur einem Auftraggeber, ist zurzeit ein Punkt, auf den Gewerkschaften hinweisen. Denn die Fahrer haben in Schichten und weisungsgebunden gearbeitet, so wie es eigentlich Angestellte tun.

Bereits in einem früheren Artikel habe ich über die Schwierigkeiten der Arbeit via Plattformen im Internet und Apps berichtet, also unter anderem das Problem, dass die Beschäftigten sozial nicht abgesichert sind:

Während Unternehmen wie der E-Scooter-Verleih Lime und der Lieferdienst Lieferando bereits um erfahrene Deliveroo-Fahrer buhlen, wollen manche lieber ganz eigene Wege gehen. Stefano und Christopher (im Titelbild von links nach rechts) Stefano und Christopher wollten lieber nur mit ihrem Vornamen im Artikel erscheinen. haben innerhalb von 2 Tagen den Lieferdienst Kolyma 2 Der Name »Kolyma 2« ist von einer Figur aus dem Film »Burn after Reading« inspiriert. in Berlin gestartet. Sie nehmen per Whatsapp Bestellungen für bisher 2 Restaurants entgegen und liefern. Das asiatische Restaurant »Com A« und der Burgerladen »BRGRS BRGRS« machen bisher mit. Bestellt wird per Whatsapp, jede Lieferung kostet 3 Euro. Ich habe mit Stefano gesprochen, wie es für sie jetzt weitergeht.