Lebensmittelampel: Jetzt muss sich Julia Klöckner zwischen Verbrauchern und Industrie entscheiden

Wenn es um klare Kennzeichnungen von Zucker, Fett und Salz geht, will die Landwirtschaftsministerin auf die Wünsche der Verbraucher hören. Die haben jetzt gesprochen – nur hört ihnen Frau Klöckner auch zu? Wir haben nachgefragt.

Kommentar - 27. August 2019  3 Minuten

Das Votum der Verbraucher ist maßgeblich für mich! – Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner, offizielle Pressemitteilung im Juni 2019

Mit diesen Worten begründete Bundesministerin Julia Klöckner (CDU) vor 2 Monaten, dass sich die Deutschen noch einige Zeit gedulden müssten, bis es auch in Deutschland eine transparente Kennzeichnung über Nährwerte in Lebensmitteln gebe.

Das offizielle Ziel: Der Produkt-Dschungel in den Regalen soll durch eine einfache und für jeden verständliche Kennzeichnung durschaubarer werden. Der »gesunde« Fruchtjoghurt? In Wahrheit eine Zuckerbombe. Die Veggie-Tiefkühl-Gemüsepfanne? Strotzt nur so vor Salz.

Laut eigener Aussage sei Klöckner dabei wichtig, Die Pressemitteilung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft »dass [ein Nährwertkennzeichnungssystem] wissenschaftlich fundiert ist. Und, dass es vor allem den Verbrauchern hilft, sich tatsächlich zurechtzufinden, ihnen gute Orientierung bietet.«

Titelbild: wikicommons -

von Chris Vielhaus 

Die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit hat wenig Reibungspotenzial: Wer würde schon ernsthaft behaupten, für weniger Gerechtigkeit zu sein? Chris zeigt, wie das konkreter geht. Dafür hat er erst Politik und Geschichte studiert und dann als Berater gearbeitet. Er macht die Bremsklötze ausfindig, die bei der Gesundheitsversorgung, Chancengleichheit und Bildung im Weg liegen – und räumt sie aus dem Weg!

Themen:  Gesellschaft   Essen   Gesundheit  

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