Warum das Ende der Lastschrift online eine gute Nachricht ist

Wie ein Gerichtsurteil gegen Diskriminierung aus Versehen für das Ende eines der beliebtesten deutschen Zahlungsmittel sorgt. Und wie wir stattdessen in Zukunft zahlen werden.

PD Daily - 13. September 2019  3 Minuten

Es ist ja so bequem: Abends im Bett mit Handy oder Laptop noch schnell etwas online bestellen. Wenige Klicks sparen den zeitraubenden Weg in die Stadt und das nervenraubende Gewusel in Kaufhäusern.

Kein Wunder, dass der Onlinehandel in Deutschland boomt Die Pressemitteilung des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (2019) mit einem Umsatz von rund 70 Milliarden Euro pro Jahr und 2-stelligen Wachstumsraten, von denen der deutsche Einzelhandel nur träumen kann.

Doch wer online etwas kauft, muss es auch bezahlen. Und genau hier kam ein Bezahlverfahren ins Spiel, das wegen seiner Sicherheit und geringer Kosten in Deutschland sehr beliebt war: die Lastschrift. Sie hat einen Anteil von rund 20% am deutschen Onlinehandel.

Zahlung auf Rechnung fast überall möglich

Im Online-Handel bleibt die Rechnung weiterhin die Zahlungsmethode, die fast jeder Händler anbietet.

Quelle: ibi research / e-commerce-Leitfaden 2018

Aber genau damit könnte nach einem Die Urteilsbegründung des EuGH (2019) Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) jetzt bald Schluss sein. Doch für Datenschützer ist das auch eine gute Nachricht – und die Nachfolger stehen schon in den Startlöchern.

Titelbild: Alexey Elfimov - CC0

von Dirk Walbrühl 

Dirk ist ein Internetbewohner der ersten Generation. Ihn faszinieren die Möglichkeiten und die noch junge Kultur der digitalen Welt, mit all ihren Fallstricken. Als Germanist ist er sich sicher: Was wir heute posten und chatten, formt das, was wir morgen sein werden. Die Schnittstellen zu unserer Zukunft sind online.

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