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PD Daily 

Stell dir vor, dein Smartphone weiß, was du fühlst

Künstliche Intelligenz könnte schon bald erkennen, ob du fröhlich oder traurig bist. Ist das nützlich oder gefährlich?

15. Oktober 2019 –  3 Minuten

»Wann fährt der nächste Zug nach München?«, fragt der Entwickler seinen Der Roboter der Deutschen Bahn soll Fahrgästen Auskunft geben – zumindest theoretisch, wenn das WLAN nicht gerade hängt. Lies hier mehr auf »Zeit Online«neuen Auskunftsroboter der Deutschen Bahn, als er ihn im Juni dieses Jahres im Berliner Hauptbahnhof vorstellt. »Aber natürlich«, antwortet die künstliche Intelligenz (KI), die hinter dem Roboter steckt, und verkündet: »Der ICE 1634 hat leider eine Verspätung von 50 Minuten.«

Nach einem 6-wöchigen Testlauf könnte das System mit dem Namen Semmi bald Bahnkunden in ganz Deutschland zur Verfügung stehen. Doch nach einer solchen Antwort wären die meisten Fahrgäste wahrscheinlich noch wütender als vorher. Was Semmi fehlt, ist Empathie – also die Fähigkeit, die Laune des Fahrgastes zu erkennen und sich auf sie einzustellen. Mit Empathie hätte Semmi zum Beispiel Folgendes antworten können: »Ich sehe, dass Sie die Zugverspätung ärgert. Aber ich habe schon alternative Verbindungen für Sie gefunden, damit Sie möglichst schnell ankommen.«

Das wäre die deutlich bessere Reaktion – zumindest in den Augen vieler KI-Forscher, die Lies hier, wie das MIT versucht, emotionale Intelligenz zu programmierenkünstliche Intelligenz »empathischer« machen wollen. Ihr Ziel sind soziale Roboter, die die Integration von KI in unseren Alltag einfacher machen sollen und Menschen auch emotional zur Seite stehen. Haben die Entwickler Erfolg, könnte auch dein Smartphone demnächst so etwas sagen wie: