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PD Daily 

Weißt du noch, welche Technik du vor 10 Jahren benutzt hast?

Nokia, ICQ und StudiVZ. Diese Technik haben wir fast vergessen. Ein Rückblick, aus dem wir heute etwas lernen können.

7. Januar 2020  5 Minuten

»Diese ganze neue Technik wächst mir über den Kopf«, erklärt ein Bekannter an Silvester und entlockt mir damit kaum mehr als ein Augenrollen.

Welche neuen technologischen Errungenschaften aus den letzten 10 Jahren denn so überfordernd sind, will ich von ihm wissen – und bekomme keine Antwort. Smartphones? Die gab es schon vor 10 Jahren. Soziale Medien? Auch die.

Das Stöhnen über die angeblich immer schneller werdende technologische Entwicklung liegt ganz im Trend, es geht Hand in Hand mit Trends wie Digitaler Minimalismus verspricht mehr Zeit und Übersicht. Diese 5 Schritte haben mir tatsächlich geholfen »Digitalem Minimalismus« oder »Digital Wellbeing«. Keine Frage, auch mal abschalten zu können ist eine gute Eigenschaft.

Doch wer sich wirklich überfordert fühlt, sollte dieses Gefühl hinterfragen und einen Blick auf die Technik werfen, die in den letzten 10 Jahren tatsächlich neu dazukam.

Dafür machen wir eine Zeitreise in den Januar 2010 … als sich ein junger US-Präsident namens Barack Obama im Weißen Haus einrichtete, James Camerons Avatar alle Kinokassen-Rekorde brach Abgelöst erst 2019 durch »Avengers: Endgame«. und Deutschlands Konjunktur boomte, während Griechenland erste finanzielle Probleme meldete.

So sah »Tech« damals wirklich aus. Und das können wir heute daraus lernen.

  • Internet-Nutzung: 2010 konnte man als Erwachsener durchaus noch offline durchs Leben kommen: Die ARD/ZDF-Onlinestudie (2010, PDF) 69,4% der Deutschen sind mindestens gelegentlich online. Bei Jugendlichen im Alter von 14–19 Jahren zeigte sich aber schon die Zukunft: 100% von ihnen nutzten damals schon das Netz. Diese »Internetdurchdringung« von 69,4% lag damals im europäischen Vergleich im oberen Mittelfeld, hinter den skandinavischen Ländern wie Schweden (zum Vergleich 89%) und den Niederlanden (zum Vergleich 86 %). Auf Smartphones starrende Smombies »Smombie« ist ein Modewort als Verbindung von »Smartphone« und »Zombie« und damit eine Kritik an Menschen, die neben ihrem Smartphone-Bildschirm im Stadtbild kaum noch etwas wahrnehmen. wandelten aber kaum durch deutsche Innenstädte, denn mobiles Internet war noch langsam, teuer und schlecht ausgebaut. Erst im Verlauf des Jahres 2010 wurden die Frequenzen für schnelles LTE-Internet versteigert, das wir heute noch benutzen, und das Zeitalter des mobilen 4G-Internets begann.
  • Navigieren im Netz: Der meistgenutzte Internetbrowser der Welt hieß 2010 noch Internet Explorer von Microsoft – der war auf vielen Computern mit dem neuen Windows 7 einfach vorinstalliert. Doch die weltweite Suche war längst Eine Übersicht über die Marktanteile von Suchmaschinen in den Jahren 2002–2008 in den USA (englisch) fest in der Hand von Google, auch wenn Microsoft und Yahoo in dem Jahr gemeinsam mit Bing versuchten, die Konkurrenz zu beleben. Dabei wurde 2010 noch alles getippt – Spracheingabe und digitale Assistenten waren Zukunftsmusik: Siri von Apple erschien 2011, Cortana von Microsoft 2014.