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PD Daily 

Bayern hat jetzt einen Beauftragten gegen Internethass. Reicht das?

Was er gegen den Hass im Netz ausrichten will. Und wo er mehr anpacken könnte.

18. Februar 2020  5 Minuten

Er schaut streng, als er zum ersten Mal in seiner neuen Rolle vor die Kameras tritt. Als würde er zeigen wollen: Mit mir ist nicht zu spaßen. Oberstaatsanwalt Klaus-Dieter Hartleb ist seit vergangener Woche Hate-Speech-Beauftragter für den Freistaat Bayern. Er ist der erste in Deutschland. Ernannt hat ihn Justizminister Georg Eisenreich (CSU), der auf der Pressekonferenz gleich die passende Begründung für den neuen Posten mitlieferte:

Im Internet hat sich etwas zusammengebraut, das eine Gefahr für unsere Demokratie darstellt. – Georg Eisenreich (CSU), Justizminister

Das stimmt natürlich. Eine Studie des »Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung« der Universität Bielefeld zur Wahrnehmung und Erfahrungen mit Angriffen unter Journalisten (2017, PDF) Wer einen Blick in die Kommentare zu Themen wie Einwanderung oder Rechtsextremismus auf Facebook oder Twitter wirft, dem zeigen sich ungezügelte Anfeindungen, Beleidigungen und Drohungen.

Titelbild: Jason Hafso - CC0

von Dirk Walbrühl 
Dirk ist ein Internetbewohner der ersten Generation. Ihn faszinieren die Möglichkeiten und die noch junge Kultur der digitalen Welt, mit all ihren Fallstricken. Als Germanist ist er sich sicher: Was wir heute posten und chatten, formt das, was wir morgen sein werden. Die Schnittstellen zu unserer Zukunft sind online.
Themen:  Deutschland   Populismus   Internet  

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