Hast du wirklich mehr Ahnung von Daten als Donald Trump?

Warum nicht nur dem US-Präsidenten während der Pandemie mehr Datenkompetenz gut täte.

29. Juli 2020  11 Minuten

Für jeden hat sich während der Coronapandemie etwas geändert. Ich zum Beispiel habe meinen Umgang mit Medien verändert – vor allem, was die Coronaberichterstattung angeht. Warum? Vielleicht gibt die Auswahl folgender Schlagzeilen die Antwort preis:

All diese Überschriften erschienen im Abstand von 3 Tagen zueinander. Balkan, Brasilien, USA – dort soll Corona derzeit jeweils »am schlimmsten« wüten.

Welches Land hat Corona wirklich »am schlimmsten« getroffen? Diese Frage ist offenbar nicht so trivial, wie es zunächst scheint. Ein datenkritischer Blick auf 3 Schlagzeilen während des Lockdowns soll dir dabei helfen, dir selbst ein Bild machen zu können.

Der Trump in uns – Warum du Zahlen stets relativ sehen solltest

Glaubt man vielen Berichten der letzten Wochen, schneidet niemand auf der Welt bei der Reaktion auf die Pandemie derzeit schlechter ab als das Land von »The Donald«. Das ist natürlich ein verlockendes Narrativ. »Die USA ist am schlimmsten von dem Coronavirus Sars-CoV-2 betroffen«,

Mit Illustrationen von Mirella Kahnert für Perspective Daily

von Frederik v. Paepcke 
Frederik interessiert sich für etwas, was zunächst sperrig klingt: Systeme. Welchen Einfluss haben scheinbar unsichtbare Strukturen auf unseren Lebensalltag? Als Anwalt, Unternehmensberater, Gründer und Diplomat hat Frederik unterschiedlichste Perspektiven kennengelernt und ist überzeugt: Vom kleinen Start-up bis hin zum großen Völkerrecht sollten wir weniger an das Gewissen des Einzelnen appellieren und stattdessen mehr an systematischen Veränderungen arbeiten.

Frederik war bis Juli 2017 Stammautor bei Perspective Daily und ist seitdem Gastautor.
Themen:  Gesundheit   Populismus   Journalismus  

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