Kommentar 

Was du tun kannst, wenn du an den Nachrichten verzweifelst

Die schlechten Nachrichten reißen nicht ab. Wer sie ignoriert, ist vielleicht zufriedener – nimmt das Geschehen aber einfach hin. So kannst du hinschauen und dich gleichzeitig schützen.

15. September 2020  5 Minuten

Als in der Nacht zu vergangenem Mittwoch das In diesem Text beschreibt unsere Gastautorin Franziska Grillmeier die Situation auf Lesbos Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos in Flammen aufgeht und Tausende Menschen ihre Unterkunft verlieren, bin ich tief erschüttert. So wie viele andere Menschen auch. Wann hört das eigentlich alles auf? Es scheint, als reihe sich im Moment eine schlechte Nachricht an die andere:

  • 4. August: In der libanesischen Hauptstadt Beirut In diesem Text von Juliane Metzker erfährst du mehr über die Explosion in Beirut explodiert ein Hafenspeicher, in dem Ammoniumnitrat gelagert wurde. Mindestens 190 Menschen werden getötet, Tausende verletzt.
  • 20. August: Der bekannteste russische Oppositionspolitiker, Alexei Nawalny, wird lebensbedrohlich vergiftet.
  • 29. August: Zehntausende demonstrieren in Berlin gegen die Coronapolitik der Bundesregierung. Die meisten von ihnen friedlich. Allerdings mit teils aggressiven Botschaften, etwa in Form von Plakaten, die Wissenschaftler:innen und Politiker:innen in Sträflingskleidung zeigen. Auch hielten sich die Demonstrierenden massenhaft nicht an die Einhaltung der Hygienevorgaben. Vor dem Reichstag kommt es dann zu aufwühlenden Szenen. Einige Protestierende durchbrechen die Absperrungen und versuchen in das Innere des Gebäudes zu gelangen.
  • ######## 7. September: In Belarus demonstrieren noch immer Tausende Was es für einen friedlichen Machtwechsel braucht, erklären Juliane Metzker und Katharina Wiegmann in dieser Podcast-Folge gegen das Regime des Machthabers Alexander Lukaschenko. Es kommt vermehrt zu Polizeigewalt und Festnahmen. Am 7. September wird die Oppositionsführerin Maria Kolesnikowa zunächst verschleppt und später festgenommen.
  • ######## 9. September: Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR macht hier Angaben über die Situation in Moria Moria, das größte Flüchtlingslager innerhalb der EU, brennt nieder. Rund 11.500 Menschen verlieren damit ihre letzte verbliebene Unterkunft.

Titelbild: picture alliance/ZUMA Press - copyright

von Stefan Boes 

Kennst du auch das Gefühl, 1.000 Dinge tun zu wollen – oder zu müssen? Wie nutzt du die Zeit, die du hast? Stefan geht aus soziologischer Perspektive der Frage nach, wie eine neue Zeitkultur aussehen kann – und wie wir Zeit gestalten können, ohne immer nur hinterherzurennen. Dazu gehört auch die Frage, wie die Vereinbarkeit von Arbeit, Familie und Privatleben gelingen kann.

Themen:  Journalismus   Demokratie   Aktivismus  

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