PD Daily 

Glückwunsch, du bist nicht coronapositiv! Oder …?

Antigen-Schnelltests sind ähnlich leicht zu handhaben wie Schwangerschaftstests. Doch wirklich sinnvoll sind sie nur in gewissen Situationen.

17. November 2020  –  6 Minuten

Unkomplizierte Coronatests für alle, das Ergebnis innerhalb von 48 Stunden im Posteingang: Im Sommer funktionierte diese Strategie in Deutschland relativ gut. Doch mit steigenden Infektionszahlen stießen in einigen Regionen Teststellen, ärztliche Praxen und Labore bereits an ihre Grenzen. Bis das Ergebnis vorliegt, vergehen weitere kostbare Tage. Abgesehen davon, dass es durch so lange Wartezeiten schwieriger wird, die Pandemie in den Griff zu bekommen, ist auch die psychische Belastung der Getesteten nicht zu unterschätzen.

Bis die langersehnten, letzte Woche angekündigten Impfstoffe tatsächlich hergestellt, zugelassen und auf dem Markt sind, dauert es noch mindestens bis Mitte oder Ende Dezember, die ersten großflächigen Impfungen könnten dann im Sommer 2021 stattfinden –

Auch wenn es einen Impfstoff gibt, werden wir noch Tests brauchen.

So lange – und wahrscheinlich auch eine Zeit darüber hinaus – benötigen wir ausreichend Testkapazitäten. Und da im Herbst und Winter zusätzlich die Nase öfter läuft und der Hals vermehrt kratzt, wurde die noch einmal etwas angepasst: Wer leichte Erkältungssymptome hat, zu keiner Risikogruppe gehört und keinen Kontakt zu einer mit Corona infizierten Person hatte, wird erst einmal nicht getestet. Stattdessen sollen sich diese Personen zu Hause selbst isolieren. Den Einrichtungen steht dafür seit dem 15. Oktober eine bestimmte Anzahl an Tests zu, beschaffen müssen sie die Tests allerdings selbst.