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Die Genossen machen Boden gut

18. Januar 2017
Themen:

Auf dem ostdeutschen Land herrscht tote Hose. Dabei gibt es viele junge Bauern, die das gern ändern würden – wenn sie nur Land hätten. Statt den Boden an Investoren zu verkaufen, sollten wir für sie zusammenlegen.



Sein Leben, wie er es kennt, ist für Carlo Horn und seine Familie vorbei. Der Landwirt und studierte Agrarwissenschaftler ist auf demselben Hof geboren und aufgewachsen wie seine Eltern und deren Vorfahren. In 5. Generation betreibt der 3-fache Vater den Familienhof, der rund eine Autostunde östlich von Berlin liegt. 80 Rinder stehen nachts in den Stallanlagen, die zusammen mit dem Wohngebäude, Silos und Geräteschuppen auf rund 10 Hektar gepachteter Fläche stehen. Von dort trabt die Herde morgens direkt auf die angrenzenden Weiden. »Ein perfektes Gelände für unseren Betrieb«, erzählt mir Carlo Horn am Telefon. Durch all die Jahrzehnte der Enteignungen, der Planwirtschaft und der Wiedervereinigung hindurch hat die Familie auf dem Hof gelebt und gearbeitet.

Julia Bar-Tal und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter bewirtschaften ihre Felder zum Teil mit Pferden und Ponys – copyright

Jetzt haben die Horns den Kürzeren gezogen: Die große Nachfrage nach Land, das Bestreben der Regierung, auch den Grundsätze für die weitere Privatisierung der landwirtschaftlichen Flächen letzten Quadratmeter ostdeutscher Fläche in öffentlicher Hand zu privatisieren, aber auch behördliches Versagen habe die Familie bereits die Hälfte ihrer 10 Hektar Heimat gekostet.

Eine Immobilienfirma habe ihnen sprichwörtlich den Boden unter den Füßen weggekauft, erzählt Carlo, mit der Aussicht, dass das attraktive Gelände in Seenähe zu Bauland wird und der Wert der zum Preis von 3 Euro gekauften Quadratmeter auf rund 75 Euro steigt. Das entspricht einer Wertsteigerung von 2.500% und einem Gewinn von 3,6 Millionen Euro. Was mit den restlichen 5 Hektar geschehe, auf denen auch das Wohnhaus der 6-köpfigen Familie steht, sei ungewiss. Das Vorkaufsrecht der Horns habe das zuständige Landwirtschaftsamt des Landkreises Oder-Spree – ob wissentlich oder nicht – übergangen. »Der Verkauf kann aber nicht rückgängig gemacht werden«, Wie Carlo Horn seinen Hof verloren hat, beschreibt der RBB im Detail sagt Carlo, »es geht nur noch um eine Abfindung.«

Ähnlich wie bei den Horns haben familiengeführte Bauernhöfe in Ostdeutschland oft das Nachsehen, wenn es um die Grundlage der Landwirtschaft geht: den Boden. Wer ihn hat, kann ihn nur schwer halten und erweitern. Wer ihn nicht hat, bekommt oft erst gar keinen. Eine Idee, die viele noch aus der Zeit vor der Wende kennen, könnte helfen – aber auch alte Probleme zurückbringen: die Genossenschaft.

Das Land ist wie ausgestorben

Die Probleme im ländlichen Raum kann jeder begutachten, der eine Runde durch das Hinterland Brandenburgs, Mecklenburg-Vorpommerns oder Sachsens dreht. Viele Dörfer sind gähnend leer, heruntergekommen, es fehlt an fast allem.Viele Dörfer sind gähnend leer, heruntergekommen, es fehlt an fast allem: Jobs, Einkaufsmöglichkeiten, Verkehrsanbindung und Nachwuchs. Das liege vor allem an den großen Strukturen in der Landwirtschaft in Ostdeutschland, sagt Julia Bar-Tal, die selbst Landwirtin in einem solidarischen Hof in Brandenburg ist und sich politisch für bessere Bedingungen für kleinbäuerliche Landwirtschaft einsetzt.

»Überall da, wo Betriebsgrößen kleiner sind, arbeiten mehr Menschen pro Hektar«, sagt sie. Die Zahlen geben ihr Recht: In Baden-Württemberg lag die durchschnittliche Betriebsgröße 2015 bei 34 Hektar, während die Betriebe in Brandenburg mit durchschnittlich Betriebsgrößenstruktur landwirtschaftlicher Betriebe nach Bundesländern, Statistisches Bundesamt 249 Hektar Fläche rund 7-mal so groß sind. Gleichzeitig ackern in Baden-Württemberg im Schnitt über 5 Menschen pro 100 Hektar, während es in Brandenburg nur knapp 3 sind. »Natürlich kann man sagen: Das ist effizient. Gleichzeitig wird dafür aber große und teure Technik eingesetzt, anstatt Lohnkosten zu bezahlen, Arbeitsplätze zu schaffen und den ländlichen Raum so lebendig zu halten.«

Der Hof »Rothenklempenow« ist der erste im Besitz der BioBoden Genossenschaft. Er umfasst 900 Hektar Acker und Weide. – Quelle: BioBoden Genossenschaft copyright

An den Arbeitsplätzen und der kleinteiligen Landwirtschaft hängt in den Augen von Julia Bar-Tals ein ganzer Rattenschwanz von Strukturen, die den ländlichen Raum beleben: »Wie in der Stadt möchten Leute auf dem Land auch ein Café oder eine Kirche haben, sie wollen Nachbarn besuchen.« Dafür sei der Raum in Ostdeutschland aber oft zu dünn besiedelt. »Kleine Betriebe gehen auch eher zu einem kleinen handwerklichen Betrieb um die Ecke, wenn sie Reparaturen in Auftrag geben.« Außerdem würden sie häufiger artgerechte Tierhaltung betreiben, die die Tiere nicht völlig von den Dorfbewohnern isoliert. »Wenn eine Bäuerin ihre Herde auf die Weide treibe, kommt sie durchs Dorf, begegnet und kommuniziert mit ihren Nachbarn.« Doch ein intaktes Landleben sei in Brandenburg wenig mehr als ein Wunsch, sagt Bar-Tal: »Wo wir leben, ist das mehr oder weniger ausradiert, das existiert nicht mehr.«

Auch die Natur kann die Abwechslung gebrauchen

Die großen Betriebe sind nicht nur ein Problem für die Menschen, sondern auch für die Natur und die Böden selbst. Die Monokulturen, die die Großbetriebe auf ihren gigantischen Flächen heranziehen, sind Beitrag der Deutschen Welle über Monokulturen keine gute Heimat für wilde Tiere. Wissenschaftler der Uni Hohenheim fordern Schutzmaßnahmen für Insekten Insekten und Bienen fallen Pestiziden zum Opfer oder finden nicht ausreichend Nahrung. Böden laugen aus, sodass der nächste Regen die letzten Reste fruchtbarer Schichten fortspült. In 60 Jahren sei, so eine Mitarbeiterin der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen, beim derzeitigen globalen Bodenverlust keine fruchtbare Fläche mehr übrig. Diese Probleme sind bestens erforscht und dokumentiert, einen guten Überblick gibt der Der Welt-Agrarbericht zeigt Probleme und Lösungen der globalen Landwirtschaft Welt-Agrarbericht.

Eine kleinteiligere Landwirtschaft ist mehr als ein romantischer Traum einsamer Landbewohner; auch die Regierung bekennt sich längst dazu. In der Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung (Entwurf vom Mai 2016) Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung – Achtung, Behördendeutsch! – heißt es: Das agrarpolitische Leitbild der Bundesregierung umfasst die Erhaltung und Schaffung lebenswerter und vitaler ländlicher Räume […] Landwirtschaftliche Familienbetriebe und Unternehmen mit bäuerlicher Wirtschaftsweise entsprechen nach Auffassung der Bundesregierung diesem Leitbild in besonderer Weise. Sie sind für eine positive Entwicklung der ländlichen Regionen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt von hoher Bedeutung.

Gerade in den neuen Bundesländern sieht die Realität anders aus: Die landwirtschaftlichen Betriebe sind hier schon immer sehr groß gewesen. »Wir haben in Ostdeutschland die Tradition der adligen Großgrundbesitzer, der Junker, mit einer hohen Flächenkonzentration«, erklärt Julia Bar-Tal. »Dann kamen in der DDR die Agrargenossenschaften, In der DDR wurde das Land verstaatlicht, die Bauern mussten sich in Genossenschaften zusammenschließen und gemeinsam wirtschaften. das war der nächste Schritt in der Vergrößerung und Intensivierung. Und die Landvergabepraxis in der Marktwirtschaft nach der Wende sprengt alle Rahmen. Die alten Junker wären erblasst vor der Größenordnung, vor der wir jetzt teilweise stehen.«

Die Wende für die Kleinbauern: Vom Regen in die Traufe

Nach der Wende wurden viele der Landwirtschaftlichen Produktions-Genossenschaften (LPGs) privatisiert: Viele der Chefs rechneten den Zustand und den Wert der Ländereien, Geräte und Gebäude der Genossenschaften herunter und die Schulden herauf, heißt es in einem Spiegel-Bericht über einen ehemaligen SED-Funktionär, der Präsident des Thüringer Bauernverbands wurde, und seine »Genossen« Spiegel-Bericht von 1997. Dann kauften sie den Genossen deren Milliardensummen und riesige Flächen seien aus der öffentlichen in einige wenige private Hände gewandert.Anteile dank der finanziellen Tricksereien zu Spottpreisen ab. Milliardensummen und riesige Flächen seien so aus der öffentlichen in einige wenige private Hände gewandert.

Weitere Flächen wurden der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) übertragen, die Felder und Wiesen aus dem Besitz der DDR im Auftrag der BRD privatisieren sollte und das bis heute macht. Doch anstatt den Trend zum Mammutbetrieb umzukehren und die eigenen Nachhaltigkeitsziele zu verfolgen, spitzten die derzeitigen Landvergabe-Regeln des Bundes die Situation weiter zu, kritisieren sowohl Carlo Horn als auch Julia Bar-Tal. Sie sehen 5 grundlegende Probleme bei der Sache:

  1. Größe: Die Flurstücke, die die BVVG zur Auktion anbietet, seien viel zu groß für Kleinbauern. Sie könnten sich die zum Teil über hundert Hektar großen »Pakete« nicht leisten. Diese kämen nur für industrielle Großbetriebe und finanzkräftige Investoren infrage, die die Flächen nicht nachhaltig bewirtschafteten. Außerdem würden oft Pakete aus verschiedenen, getrennt voneinander liegenden Flächen gebündelt, sodass Bauern zum Beispiel keine Chance hätten, eine Wiese zuzukaufen, um die sie bereits viele Flächen herum besitzen.
  2. Preis: Die Preise orientierten sich nicht daran, was ein Landwirt in einer Lebenszeit auf der Fläche erwirtschaften kann, sondern vor allem am Gebot des Höchstbietenden. Investoren können weitaus höhere Preise bezahlen, weil sie dank der riesigen Flächen in ihrem Besitz viele Subventionen einstreichen und dank der technikintensiven Bewirtschaftung nur geringe Personalkosten zu tragen haben. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat viele Großbetriebe dazu inspiriert, Energiepflanzen wie Mais, der in Biogas-Anlagen verstromt wird, oder Raps, der zu Öl und Kraftstoff verarbeitet wird, anzubauen, was ihnen wiederum eine Einspeisevergütung und gute Erträge beschert. So überbieten sie Ortsansässige problemlos. Dass diese Rechnung dennoch in die Hose gehen kann, zeigt der Fall der KTG Agrar SE. Als erstes deutsches börsennotiertes Agrarunternehmen kaufte die KTG Agrar große Flächen in Deutschland zu teuren Preisen. Allerdings zu hoch, wie sich im Sommer 2016 zeigte: Töchter des Unternehmens meldeten Insolvenz an, der Vorstandvorsitzende hatte die Bilanzen jahrelang beschönigt.
  3. Transparenz: Weil die Vergabe allerdings unter Verschluss ablaufe, und die Bietenden nur ein schriftliches Gebot abgeben könnten, müssten die Kleinbauern mutige Summen bieten, die sie an ihre finanziellen Grenzen treiben – ob es Mitbieter gibt, oder nicht.
  4. Sorgfaltspflicht: Wenn das Land verpachtet wird, gebe es zu wenig Auflagen und Kontrollen, um die Qualität der Böden zu sichern. »Wenn man eine Wohnung mietet, ist vertraglich geregelt, dass man sie frisch gestrichen und in gutem Zustand zurückgeben muss, wenn man wieder auszieht«, sagt Julia Bar-Tal. Das gelte bei Böden nicht, die Betriebe könnten fruchtbare Böden übernehmen und tote Krusten zurückgeben.
  5. Privatisierung: Zu guter Letzt sei fraglich, warum das Land überhaupt privatisiert werde. Die Privatisierung nehme der Gesellschaft jede Möglichkeit, gemeinschaftlich darüber zu entscheiden, wie das Land genutzt werden solle. Einmal verkauft, ist jede politische Einflussnahme passé – und die Möglichkeit, Landwirtschaft und den ländlichen Raum demokratisch mit denen zu gestalten, die ihn bewohnen, gleich mit.

Deshalb fordern Julia Bar-Tal, Carlo Horn und viele Kleinbauern einen Vergabestopp. Am liebsten auf Dauer, aber zumindest solange, bis die Regeln sich ändern. Ihre Forderungen dafür: Realistische Höchstpreise für die Landvergabe, eine Bevorzugung von ortsansässigen und jungen Bauern, Auch dank der Fachhochschule in Eberswalde, dem Ableger der Universität Kassel in Witzenhausen und der vielen biologischen Betriebe, die alle junge Landwirte ausbilden, gebe es jede Menge landlose Jungbauern, die auf der Suche nach Land sind – aber keines bekommen. die die Flächen in Eigenregie bewirtschaften, und die Kopplung der Vergabe an Sozial- und Umweltauflagen wie die Schaffung von Arbeitsplätzen, Fruchtfolgen und Grünstreifen.

Ein Stück ist der Bund den Forderungen bereits entgegengekommen: Die Flächen werden seit dem 1. Januar 2016 in Paketen zu maximal 15 Hektar verkauft und die Verkäufe sollen sich bis 2030 hinziehen, Antwort auf eine Kleine Anfrage zu den Folgen einer möglichen Insolvenz der KTG Agrar statt wie bisher geplant bis 2025. In dieser Größe seien die Stücke uninteressant für Investoren.

Ist die Genossenschaft der bessere Vater Staat?

Eine Lösung, die die Bauern ganz von der Bürde befreit, teures Land kaufen zu müssen, sind neu aufkeimende Boden-Genossenschaften, allen voran die Website der BioBoden Genossenschaft »BioBoden Genossenschaft eG«. Ähnlich wie in den LPGs in der DDR gehört sie allen Genossen gemeinsam, sie alle halten Anteile Die BioBoden Genossenschaft empfiehlt 3 Anteile, was rund 2.000 Quadratmetern entspricht. Diese Ackerfläche genügt, um einen Menschen zu ernähren. Mit 3 Anteilen erwirbt und sichert sich eine Genossin oder ein Genosse also die Fläche, die sie oder er selbst beansprucht. an den Genossenschaften. Jeder, der etwas Geld übrighat und vom Sinn der Sache überzeugt ist, kann Genosse werden. Mit dem gesammelten Geld wiederum erwirbt die Genossenschaft Böden oder ganze Höfe, die sie jungen Landwirten für Biolandbau verpachten. Diese erhalten langfristige Pachtverträge und müssen die hohen Preise nicht selbst bezahlen und sich verschulden. 2.000 Hektar hat die BioBoden Genossenschaft so schon für den Biolandbau bereitgestellt.

Rothenklempenow liegt am äußersten Ende Mecklenburg-Vorpommerns, einen Spaziergang entfernt von der polnischen Grenze. – Quelle: BioBoden Genossenschaft copyright

Wichtige Flächen, denn die Bioäcker in Deutschland wachsen nicht so schnell wie der Hunger der Kunden, Radiofeature über genossenschaftliche Landwirtschaft, NDR weshalb Bioware häufig importiert wird. Auch die Nachfolge ist bei kleinen, familiengeführten Biohöfen oft nicht gesichert: Die Höfe fallen dann großen Betrieben zu und die Investitionen, die den Biostandard gesichert haben, sind dahin. In diesen Fällen springt die BioBoden Genossenschaft ein, Jungbauern können von sich aus an die Genossenschaft herantreten, wenn sie Flächen bewirtschaften möchten, aber das Kapital fehlt.

Derzeit sind 25 Höfe und landwirtschaftliche Betriebe im Besitz der Genossenschaft, Jungbauern können von sich aus an die Genossenschaft herantreten, wenn sie Flächen bewirtschaften möchten, aber das Kapital fehlt.die meisten davon in den Liste und Karte der 25 Güter der BioBoden Genossenschaft neuen Bundesländern. Hier hat die Initiative auch ihren Ursprung: 2007 wandten sich 2 Landwirte, deren Flächen drohten, von Investoren gekauft zu werden, an die GLS Treuhand Die GLS Treuhand ist ein gemeinnütziger, eingetragener Verein, der aus Spenden und Schenkungen gemeinnützige Projekte finanziert. Auch Journalismus liegt im Fokus der Treuhand: Perspective Daily hat während der Crowdfunding-Phase Unterstützung von der GLS Treuhand erhalten und das Recherche-Kollektiv Correctiv mit Sitz in Essen. Diese sammelte das Geld von einer Vielzahl von Geldgebern ein, kaufte die Flächen der beiden und einer Reihe weiterer Bauern, denen ein ähnliches Schicksal drohte, und verpachten es ihnen seitdem. Inzwischen ist aus der Rettungsaktion eine Genossenschaft geworden, die ihre eigenen Geschichte der BioBoden Genossenschaft »Ziele zu einem gesellschaftlichen Anliegen machen möchte.«

Obwohl er das Konzept grundsätzlich unterstützt, gibt Carlo Horn zu bedenken, dass durch die Genossenschaft wieder eine hohe Konzentration von Fläche unter einem Dach stattfinde und das Schicksal der Bauern statt in Investorenhand nun in der Hand der GLS Treuhand liege – auch wenn die Genossen ein Mitspracherecht bei großen Entscheidungen haben und den Genossen derzeit keine Gewinne ausgeschüttet werden. Bedauerlich findet er, dass es eine private Initiative brauche, um die Versäumnisse des Staates zu erledigen. »Denn eigentlich könnte der Bund die Flächen einfach zu guten Bedingungen direkt verpachten.«

Richtigstellung: In der ursprünglich veröffentlichten Version des Textes fand sich die Sätze: »Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat viele Großbetriebe dazu inspiriert, Energiepflanzen wie Mais oder Raps anzubauen, die in Biogas-Anlagen verstromt werden, was ihnen wiederum eine satte Einspeisevergütung beschert.« und »Sie könnten sich die oft mehrere hundert Hektar großen »Pakete« nicht leisten.« Diese hat der Autor folgendermaßen angepasst: »Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat viele Großbetriebe dazu inspiriert, Energiepflanzen wie Mais, der in Biogas-Anlagen verstromt wird, oder Raps, der zu Öl und Kraftstoff verarbeitet wird, anzubauen, was ihnen wiederum eine Einspeisevergütung und gute Erträge beschert.« und »Sie könnten sich die zum Teil über hundert Hektar großen »Pakete« nicht leisten.«

Titelbild: BioBoden Genossenschaft - copyright

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