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Es gibt nur eine Lösung im Kampf gegen den Klimawandel

Vor 5 Jahren habe ich als Aushilfsdiplomat an einer Rede des Premierministers des kleinen Inselstaats Tuvalu mitgeschrieben. Er hielt sie auf der UN-Generalversammlung in New York. Sie war bestenfalls durchschnittlich. Bewegt hat sie nichts. Hätte ich heute eine zweite Chance, würde ich folgende Rede schreiben:

20. Juli 2016  10 Minuten

Eure Exzellenz Herr Präsident, Eure Exzellenz Herr Generalsekretär, verehrte Staats- und Regierungschefs, meine Damen und Herren!

Unser Planet ist krank. Siehe auf Seite 15 des IPCC-Reports. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Mensch die Hauptursache des Klimawandels ist, beträgt 95–100% (englisch) Der menschengemachte Klimawandel schreitet scheinbar unaufhaltsam voran. Mein Land liegt auf dem Sterbebett. Es wird überflutet werden und untergehen. Der Anstieg des Meeresspiegels führt dazu, dass Tuvalu (Foto siehe oben) unbewohnbar wird. Auch die Inselstaaten Nauru, Kiribati, die Bahamas und die Malediven sind vom Untergang bedroht. (englisch, Gliederungspunkt Nr. 25) Unsere Jahrtausende alte Kultur ist dem Tode geweiht.

Ich repräsentiere nur etwa 10.000 Menschen dieses Planeten. Doch heute möchte ich im Namen aller Menschen mein Wort an die internationale Gemeinschaft richten. Im Namen der Milliarden, die Über diese und weitere Folgen informiert das Umweltbundesamt (2016) durch zunehmende Dürren, Überschwemmungen und Ressourcenverknappung ihrer Perspektiven beraubt werden. Im Namen Der Naturschützer Norman Myers geht gegenüber der britischen Organisation Christian Aid von 250 Millionen Klimaflüchtlingen bis zum Jahr 2050 aus (englisch), Seiten 6 und 48 hunderter Millionen, die durch Emissionen zu Klimaflüchtlingen werden. Im Namen unserer Kinder und der nach uns kommenden Generationen.

Titelbild: Tomoaki INABA - CC BY-SA

von Frederik v. Paepcke 
Frederik interessiert sich für etwas, was zunächst sperrig klingt: Systeme. Welchen Einfluss haben scheinbar unsichtbare Strukturen auf unseren Lebensalltag? Als Anwalt, Unternehmensberater, Gründer und Diplomat hat Frederik unterschiedlichste Perspektiven kennengelernt und ist überzeugt: Vom kleinen Start-up bis hin zum großen Völkerrecht sollten wir weniger an das Gewissen des Einzelnen appellieren und stattdessen mehr an systematischen Veränderungen arbeiten.

Frederik war bis Juli 2017 Stammautor bei Perspective Daily und ist seitdem Gastautor.
Themen:  Politik   Klima  

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