Neue Traditionen braucht das Land

Arbeit, Wiedervereinigung und Jesus feiern wir Deutschen schon seit Ewigkeiten. 7 Ideen, die ein wenig Schwung in den Festkalender bringen.

29. März 2018  11 Minuten

Na, Herr Seehofer, haben Sie es sich schon schön heimelig gemacht in Ihrem Heimat-Museum … äh, -Ministerium?

Das Rebranding des Innenministeriums zum Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat soll dabei helfen, Deutschland wieder gemütlicher zu machen. Die Deutschen sollen sich nicht mehr so viel sorgen. Den Innenminister verbinden alle mit Terror, Überwachung, Krise. Aber ein Heimatminister – der verspricht Gemütlichkeit, Sicherheit, Tradition.

Aber was ist das eigentlich, Tradition?

Tradition: von lateinisch tradere, »hinübergeben«, oder traditio, »Übergabe, Auslieferung, Überlieferung«

Traditionen sind über Generationen weitergegebene Verhaltensmuster. Sie prägen das, was man Kultur nennt. Traditionen geben dem Leben Takt. Sie unterbrechen den Alltag und erinnern an das, was Menschen wichtig ist. Tradition heißt aber nicht Stillstand. Bräuche passen sich an, werden vergessen – oder ganz neu erfunden.

Und weil der Herr Seehofer mit der Neuerfindung des Innenministeriums schon bewiesen hat, dass er Lust auf Neues hat, haben wir da noch ein paar Ideen für ihn. 7 neue Feiertage, an denen es sich garantiert ganz Deutschland gern gemütlich machen würde.

Frühstücken gegen Krieg

von Juliane Metzker

In Nordafrika geht nicht nur die Liebe, sondern auch der Frieden durch den Magen. Eine 1.000 Jahre alte Tradition bringt jedes Jahr Stammesmitglieder aus Mauretanien, Marokko, Tunesien, Algerien und Libyen zusammen – zum gemeinsamen Frühstück. Idernan nennen die Einheimischen Schaue dir in diesem kurzen BBC-Report an, wie die Stämme dieses Jahr das Idernan-Fest gefeiert haben (englisch, 2018) das Fest, bei dem sie den langen Frieden zwischen ihren Stämmen feiern. Für den Anlass backen die Frauen in Lehmöfen ein spezielles Brot, Afarnou, das an Pfannkuchen erinnert.

Vielleicht sollten wir auch in Deutschland einfach mal wieder häufiger zusammen essen.

Über 30 Millionen Stammesverbundene Die genaue Anzahl ist nicht bekannt. Die Schätzung schließt all jene ein, die eine sogenannte Berber-Sprache sprechen. sollen noch heute in Nordafrika leben. Im Volksmund sind sie als Berber bekannt. Ein Name, den viele von ihnen ablehnen, denn er stammt von dem auch im Deutschen gebrauchten abfälligen Begriff »Barbar« ab. Sie nennen sich selbst Imazighen – die Freien.

Ihre Geschichte begann schon im alten Ägypten. Seit der Islamisierung Der Islam findet seinen Ursprung in der sogenannten Hidschra – der Auswanderung – des Propheten Mohammads aus der Stadt Mekka nach Medina im heutigen Saudi-Arabien. Das war im Jahr 622 nach Christus und markiert den Beginn der islamischen Zeitrechnung. Die Araber eroberten in den Folgejahrhunderten Gebiete, die vom heutigen Afghanistan, der Arabischen Halbinsel, Nordafrika bis nach Spanien reichten. Diese Ausdehnung wird auch Islamisierung oder islamische Expansion genannt. verlernten viele von ihnen ihre Auch heute kämpfen die nordafrikanischen Stämme um den Erhalt ihres Kulturguts (2013) ursprünglichen Sprachen und Traditionen. Auch das Idernan-Fest geriet in Vergessenheit. Bis ein islamischer Gelehrter vor rund 400 Jahren die Tradition wiederbelebt haben soll. Seitdem kommen immer im Januar befreundete Stämme zusammen. Jedes Wochenende, also einen ganzen Monat lang, ist ein anderer Gastgeber an der Reihe.

Vielleicht sollten wir auch in Deutschland für ein besseres Miteinander einfach mal wieder häufiger zusammen essen – oder auch um endlich einmal unsere Meinungsverschiedenheiten an und auf den Tisch zu bringen.

Hanami: Alles hat seine Zeit

von Isabella Aberle

Wenige Pflanzen sind so fest mit einem Land verwachsen wie die Yoshino-Kirsche Diese besondere Sorte (Prunus yedoensis) wurde ab der Meiji-Ära (um 1870) von einer Gärtnerei im Bezirk Toshima aus nach ganz Japan verkauft und gilt heute als die Kirschblüte schlechthin. Insgesamt gibt es allerdings einige Dutzend Sorten, die an die unterschiedlichen Klimazonen der Inselgruppe angepasst sind. mit Japan. Die Kirschblüte beginnt Mitte März im subtropischen Süden der Inselgruppe und wandert dann wie eine zartrosa Tsunamiwelle nach Norden, wo sie im Mai die Insel Hokkaido erreicht.

Der Verlauf der »Kirschblüten-Front« wird wochenlang gleichberechtigt mit dem Wetterbericht im Fernsehen erörtert. Wo die Kirsche erblüht, wird Hanami gefeiert, das Herzensfest der Einwohner, das ohne festen Termin auskommt.

Warum berührt ein flüchtiges Naturphänomen in Japan so viele Menschen?

Tatsächlich liegt der Zauber der Blüte gerade in ihrer Vergänglichkeit. Der Schlüssel ist mono no aware (grob übersetzt »das Pathos der Dinge«), ein japanischer Ausdruck für das melancholische Gefühl angesichts eines kurzen Moments der Schönheit, der unausweichlich zu Ende gehen muss. Sie gemahnt die Japaner an die Kürze ihres eigenen Lebens und daran, jeden Augenblick der Schönheit wertzuschätzen. Gleichzeitig steht sie für den Frühlingsanfang und symbolisiert Erneuerung, Der Beginn des japanischen Schuljahres und somit auch der Übergang auf die nächsthöhere Schule oder in den Job fällt in die Zeit der Kirschblüte, die daher für junge Menschen mit Neuanfang sowie ihren Ängsten und Hoffnungen für die Zukunft verbunden ist. Optimismus und Wiedergeburt.

Feiere das Zauberwort!

von Katharina Ehmann

Das Wort »Danke« rutscht uns im höflichen Nebenbei routiniert über die Lippen. Im Smalltalk beim Bäcker, gegenüber der Kollegin, die uns die Tür aufhält, beim Abendessen, weil uns der Partner die letzte Gabel Pasta überlassen hat.

In den USA zelebrieren die Menschen ihre Dankbarkeit sogar mit einem eigenen Feiertag: Thanksgiving Day. Thanksgiving ist ein nichtreligiöser staatlicher Feiertag in den Vereinigten Staaten, der am vierten Donnerstag im November gefeiert wird. Thanksgiving bedeutet so viel wie Danksagung. Als Ursprung des Festes gilt das 3-tägige Erntedankfest der Pilgerväter gemeinsam mit den einheimischen Wampanoag-Indianern im Jahr 1621. Nur mithilfe der indigenen Bevölkerung sollen die Pilgerväter gelernt haben, wie sie im unbekannten Land an Nahrung gelangen konnten. Von außen betrachtet ist die Quintessenz des Festes allerdings nicht immer erkennbar: Die berechtigte historische Kritik an Thanksgiving lasse ich hier bewusst beiseite. Historiker und Nachkommen der überlebenden Ureinwohner sehen das Fest vielmehr als symbolischen Beginn der Verdrängung und Ausrottung der Ureinwohner Amerikas. Der Turkeyday ist vor allem mit Schlemmen und Völlerei verbunden, und am darauffolgenden Black Friday frönt man im Sale dem Kaufrausch.

Dabei hat Thanksgiving als Feiertag echtes Potenzial. Die Positive Psychologie Im Gegensatz zur traditionellen Psychologie, die sich vor allem mit pathologischen Veränderungen und Defiziten befasst, untersucht die Strömung der Positiven Psychologie Faktoren, die Menschen zufrieden und gesund machen. Im klinischen Kontext verschiebt sich hier der Fokus von der Behandlung der Defizite und Schwächen zu Ressourcen, die schon bestehen oder ausbaufähig sind. hat in den letzten Jahren das Konzept der Dankbarkeit als Ressource entdeckt. Dankbarkeit bedeutet Wertschätzung und Respekt, auch dir selbst gegenüber. Studien konnten zeigen, dass Dankbarsein das körperliche und seelische Wohlbefinden und unseren Schlaf Eine der meistzitierten Studien zum Einfluss von Dankbarkeit auf das allgemeine Wohlbefinden (englisch, 2003) positiv beeinflusst. Es hilft Beziehungen zu stärken und »Der Spiegel« fasst hier Forschungsergebnisse zu den positiven Effekten von praktizierter Dankbarkeit zusammen (2016) reduziert Stress.

Durch einen ehrlichen Dank gibst du also nicht nur deinem Gegenüber etwas zurück. Dankbarkeit ist eine innere Haltung, ein Aufmerksamsein für das Gute, was dir passiert, und für das, was du bereits hast. Dankbarkeit bedeutet Wertschätzung und Respekt, auch dir selbst gegenüber.

Warum also nicht einen Tag einführen, an dem wir uns besonders in Dankbarkeit üben? An einem Tausend-Dank-Fest könnten wir ganz bewusst über automatisierte Floskeln hinausgehen und gemeinsam mit den Menschen, für die und denen wir dankbar sind, den Blick auf das Gute im Leben richten.

Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind. – Francis Bacon (1561–1626), englischer Philosoph und Staatsmann

Eine rauschende Party zu Ehren der Toten

von David Ehl

Das wunderbar makabre deutsche Wort »Leichenschmaus« steht für eine schöne Tradition: Unmittelbar nach der Beerdigung begibt sich die Trauergemeinde in ein Gasthaus, um dem Verstorbenen bei Kaffee und Kuchen und später auch Alkohol Juliane Metzker hat in Gesprächen herausgefunden: Es wäre besser, wenn wir viel selbstverständlicher über den Tod sprächen zu gedenken. Gerade wenn Verwandte von weiter her angereist sind, bietet der Tod Gelegenheit zu einem Wiedersehen.

Verglichen mit den Luos, Die Luos sind mit mehr als 3 Millionen Menschen die drittgrößte Ethnie in Kenia. Sie leben hauptsächlich im Westen des Landes am Ufer des Victoriasees sowie in angrenzenden Bereichen Tansanias. Der einflussreichste Luo-Politiker in Kenia ist Raila Odinga, und auch ein sehr viel bekannterer Politiker hat Luo-Wurzeln: Barack Obamas Großmutter lebte unweit des Dorfes, in dem ich mich eine Zeitlang aufgehalten habe. einer Volksgruppe im Westen Kenias, sind die Deutschen jedoch Amateure in Sachen Thanatoskultur Thanatos (Θάνατος) ist einer der Todesgötter in der griechischen Mythologie. Der Begriff Thanatoskultur meint die mit dem Tod zusammenhängende Summe der spirituellen Bräuche einer Ethnie. – je nach sozialer Stellung des Toten besteht ein Begräbnis dort Aufsatz des japanischen Ethnologen Wakana Shiino über die Begräbniskultur der Luo (englisch, 1997) aus bis zu 14 Ritualen.

Vor einigen Jahren habe ich unweit des Victoriasees an einem »Memorial Service« teilgenommen, dem das deutsche Wort »Leichenschmaus« keinesfalls gerecht wird. Diese Zeremonie findet frühestens ein Jahr nach dem Tod statt, in diesem Fall waren es 3 Jahre.

Eine rauschende Party zu Ehren einer Toten. An einem gewöhnlichen Tag kannte ich die meisten Menschen in dem winzigen Dorf mit Namen. An diesem Tag strömten jedoch schon im Morgengrauen aus allen Himmelsrichtungen über schmale Pfade Menschen auf den Dorfplatz, die ich noch nie gesehen hatte. Die Frauen hatten sich hinter eine Plastikplane zurückgezogen, um auf einer riesigen Feuerstelle Unmengen von Essen zuzubereiten. Die Männer saßen um einen Alten herum, der auf einer Laute spielte und dazu in Luo sang, es wurde getanzt. Den Tag über gab es Softdrinks und selbstgebrautes Maisbier aus Kalebassen, Essen bis zum Abwinken und einen selbstgebrannten Schnaps hinterher.

Irgendwann knatterten aus dem Nachbardorf einige Motorräder herbei, auf jedes eine große Lautsprecherbox geschnallt. Am Abend war die Anlage aufgebaut, und der wummernde Beat übertönte den Generator, der den Strom bereitstellte. Eine rauschende Party zu Ehren einer Toten, zu einem Zeitpunkt, an dem man den Verlust bereits verarbeitet hat – warum halten nicht auch wir die Erinnerung an unsere Toten so lebendig?

Frauensolidarität statt Muttertag

Von Katharina Wiegmann

Als ich während meiner Zeit in Tschechien mit vielen Ukrainerinnen und Russen zusammenarbeitete, wusste ich erst gar nicht, was los war: Für mich war es ein ganz normaler Tag Mitte März, für die anderen Frauen offenbar ein Feiertag. Sie beschenkten sich gegenseitig mit Pralinen und Rosen, bei einigen der älteren Damen mit Familie in Prag kamen die Enkelinnen mit Blumensträußen vorbei. Russische Kollegen posteten in meiner Facebook-Timeline Bilder von Frauen mit hochgekrempelten Ärmeln und You-Can-Do-It-Attitude: »Alles Gute zum Frauentag!«

In Russland und anderen ehemaligen Ostblockstaaten ist Juliane Metzker und Maren Urner haben letztes Jahr zum Frauentag einen Text geschrieben – auch für Männer am 8. März Muttertag. Gleichzeitig ist es aber auch der Tag der Schwestern, Cousinen, Großmütter, Kolleginnen … Kurz gesagt: Der Tag gehört allen Frauen. Der Weltfrauentag ist mittlerweile über 100 Jahre alt. Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin forderte 1910 für Frauen »keine Sonderrechte, sondern Menschenrechte«. Seit 1911 gingen Frauen in Europa am 8. März für das Frauenwahlrecht und politische Teilhabe demonstrieren. In der Sowjetunion sollte er an die Mehr zur Geschichte des Frauentags kannst du bei »lemo« lesen Frauen-Demonstrationen und Streiks vom 8. März 1917 im russischen St. Petersburg erinnern – der Aufstand mündete damals in die Februarrevolution.

Klar, auch in den postsowjetischen Staaten denken Frauen und Männer am 8. März heute nicht mehr unbedingt an streikende Arbeiterinnen. Das Hier geht es zum »Brauchwiki« »Brauchwiki« beschreibt ihn wohl zu Recht als Kombination aus Valentins- und Muttertag.

Mit seiner besonderen Geschichte hat der (in einigen Ländern tatsächlich arbeitsfreie) Feiertag dennoch Potenzial: Als Tag der Rechte aller Frauen (auch der Mütter!) und der Juliane Metzker und Katharina Wiegmann haben zum Weltfrauentag 2018 die chinesische Aktivistin Liang Xiaowen interviewt Solidarität mit denjenigen, die dafür kämpfen. Im Kleinen wie im Großen.

Einmal Utopie und zurück

von Dirk Walbrühl

Jedes Jahr im September treffen sich Menschen aus aller Welt in der unwirtlichen Black Rock Desert im Bundesstaat Nevada. Auf kargem Wüstenboden errichten sie eine Stadt aus Zelten, Trailern Die Architektur der Stadt ist vor allem durch große Kunstwerke geprägt. Hölzerne Tempel, Türme und Statuen werden für nur 6 Tage mit großer Sorgfalt errichtet – um anschließend wieder dem Erdboden gleichgemacht zu werden. und Neonlicht. Für 6 Tage entsteht so eine Gemeinschaft, die den Sandstürmen trotzt. Ihre Mitglieder tragen, worauf sie Lust haben – Federn und Schwimmflossen, oder auch gar nichts; sie feiern zu elektronischer Musik. Wenn alles vorbei ist, lassen sie nichts zurück.

Was 1986 als spontane Idee des Künstlers Larry Harvey und seiner Freunde zur Sommersonnenwende begann, ist heute zur modernen Tradition geworden, angeleitet von den 10 Prinzipien des »Burning Man«: Es gibt kein Geld, Fremde treten einander offen gegenüber und helfen einander freigiebig. Das klingt nach Das klingt wie eine Utopie? In diesem Artikel zeigt Dirk Walbrühl, warum Utopien wichtig sind Utopie und tatsächlich ist das Ziel ein zeitweiliger Ausstieg in eine andere Gesellschaftsordnung. Sie endet mit dem traditionellen Verbrennen einer hölzernen Menschenstatue – ein Symbol dafür, dass alles Vertraute auch enden kann.

Das Original-»Burning Man« gibt es nur in den USA. Doch die Tradition inspiriert Zusammenkünfte zwischen Musikfestival, Erlebniserfahrung und Kunstaustellung rund um den Globus – Website des »Burning Man« verlinkt auch auf ähnliche Events von Australien, Spanien, China, Südafrika – bis zum mecklenburgischen Website des Fusion-Festivals Fusion-Festival. Einmal im Jahr aus dem Alltag aussteigen und alles aus einer anderen Perspektive betrachten: Das wäre doch eine gute Tradition.

Raksha Bandhan: Das Fest der geschwisterlichen Verbindung

von David Samhammer

Wer sich in seinem Leben schon einmal über ein Freundschaftsband freuen durfte, hat sich vielleicht auch schon gefragt, woher diese Geste eigentlich kommt. Raksha Bandhan ist ein hinduistischer Feiertag, der je nach Region zwischen Ende August und Anfang September in Indien gefeiert wird. Traditionell knüpfen Frauen und Mädchen Armbänder aus Baumwolle oder Seide, die sie dann ihren Brüdern schenken. Die Bänder symbolisieren Zuneigung und sollen den Träger segnen. Ich bin kein großer Fan von spontan gekauften Geschenken, die ohnehin bald im Müll landen. Die Brüder überreichen anschließend ebenfalls ein Geschenk oder manchmal sogar ein bisschen Geld, zusammen mit dem Versprechen, ihrer Schwester Beistand im Leben zu leisten.

Heute wird das Fest vielerorts etwas moderner gefeiert. Statt nur dem Bruder werden auch engen Freunden und Nachbarn Bänder an die Handgelenke gebunden, um an die freundschaftliche Beziehung untereinander zu erinnern.

Ich erinnere mich nur sehr schwer an Geburtstage und bin kein großer Fan von spontan gekauften Geschenken, die ohnehin bald im Müll landen. Ich hätte sehr gern einen Tag im Jahr, an dem ich Menschen zeigen kann, dass sie mir wichtig sind. Eine indische Freundin hat mich darauf hingewiesen, dass Männer eigentlich keine Bänder verschenken. Ich werde ihr dieses Jahr trotzdem ein Band basteln. Traditionen verändern sich.

Mit Illustrationen von Lucia Zamolo für Perspective Daily

von PD Team 
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