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Deutschland unter Strom: Wie wir die Energiewende in 10 Jahren stemmen

Die komplette Energiewende ist möglich. Und zwar schnell, wenn wir es richtig anstellen. Ein Blick in die Kristallkugel zeigt, wie unsere Welt schon in 10 Jahren aussehen kann.

19. August 2016  9 Minuten

Am 15. Mai 2016 verkündete Tweet von @sineuman Simon Neumann, Mitarbeiter bei Greenpeace, auf Twitter, wovon Umweltschützer seit Jahrzehnten träumen:

Das erste Mal in der Geschichte der Menschheit produziert eine große Industrienation mehr Strom aus Sonne, Wind, Wasserkraft und Biomasse, als das ganze Land verbraucht. Ob Laptops, U-Bahnen oder Ampeln: Alles läuft »öko«. Für einen kurzen Moment am sonnigen Nachmittag dieses Pfingstsonntags, so scheint es, herrscht in Deutschland saubere Energie-Zukunft.

Langsam ist es in den Köpfen der Bevölkerung und der Politiker angekommen: Dass der Energie-Unabhängigkeits-Tag eine entscheidende Marke ist im Kampf gegen den Klimawandel und für eine unabhängige und global gerechte Energieversorgung. Und: Er zeigt den Skeptikern, dass unser energiesüchtiges Land ohne Kohle und Öl rund laufen kann, ohne zusammenzubrechen. Erneuerbare sind das natürliche Substitut, auf das wir setzen müssen, wenn wir weiterhin friedlich und in Wohlstand leben wollen. Denn mit Öl und Kohle hat das früher oder später ein Ende Nicht etwa, dass die Brennstoffe bald knapp würden: Vielmehr können wir nur einen Bruchteil der Rohstoffe verbrennen, die noch vorrätig sind. Sonst kommt es zu Stürmen, Dürren, Ernteausfällen und weiteren Katastrophen. Umstände, unter denen an eine deutsche Wirtschaft wie wir sie kennen, die viel vom Außenhandel lebt, nicht zu denken ist. Ab einer Erwärmung von 4 Grad wäre ein großer Teil der Menschheit existenziell bedroht. – ob wir es wollen oder nicht.