Inhalt

Experimentieren mit Drogenpolitik

Links zum Artikel

11 Minuten

Experimentieren mit Drogenpolitik

9. September 2016
Themen:

Eine drogenfreie Welt wird es wohl niemals geben – das lehrt die Erfahrung. Viele Länder rücken deshalb von einer Pauschal-Verurteilung ab. Die Experimente zeigen: Zwischen »legal und illegal« gibt es eine Menge Möglichkeiten, Drogenpolitik zu gestalten.



Dies ist der letzte Beitrag unserer Drogenreihe.

Es ist heiß. Ein Tag im Hochsommer. Kurze Hose und T-Shirt. Ich laufe durch meine Heimatstadt und steuere auf eine der berüchtigten Gassen zu, um einzukaufen. 2 Gramm »Schwarzer Afghane« »Schwarzer Afghane« ist eine Haschisch-Sorte, die – na klar – aus Afghanistan stammt. Haschisch wird aus der Cannabispflanze gewonnen. stehen auf meiner Einkaufsliste, meinen Ausweis habe ich in der Hosentasche. Im Coffee-Shop, den ich betrete, ist es dunkel. Ohne Sonnenbrille ist es ein wenig besser. An einem Tisch spielen Menschen Schach, an einem anderen führen welche ein halblautes Gespräch. Die Einrichtung ist modern, hochglänzende, schwarze Tische mit weißen Fliesen. Ich gehe zum Schalter am Ende des Raumes, wie am Bahnhof.

Die Möglichkeiten der Legalisierung sind so vielfältig wie die Konsumformen: Menschen kochen und backen mit Cannabis, inhalieren es in Wasserdampf gelöst oder rauchen es pur oder mit Tabak gemischt in Joints oder Glas-Bongs (Bild). – Quelle: Wiki Commons / Charlesblack CC BY-SA

»Was darf’s denn sein?«, fragt mich die junge Frau mit Nasenpiercing und schwarzer Bluse. »2 Gramm Schwarzer Afghane«, antworte ich und werfe meinen Ausweis in eine Schale unter dem Glas-Tresen. Die Plastikkarte zeigt ihr, dass ich bereits 18 bin. Sie kramt das Haschisch hervor und legt es zwischen uns.

Mit Illustrationen von Fabian Ludwig für Perspective Daily

 

Die Diskussionen sind leider nur für Mitglieder verfügbar.


Weitere Artikel für dich


Weitere Themen

Du willst mehr lesen?

Jetzt Mitglied werden ›