Du willst die Bundesregierung loswerden? So geht es!

Alles, was du dazu brauchst, sind eine gute Strategie, 3,5% der Bevölkerung und den totalen Verzicht auf Gewalt.

17. Januar 2019  7 Minuten

Unerbittlich blickt der »heroische Guerillero« Che Guevara in die Ferne, entschlossen, dem Sozialismus zum Sieg zu verhelfen. Das ikonische Bild stammt vom Fotografen Alberto Corda und findet sich heute auf Flaggen, Taschen und T-Shirts. Dabei war Che Guevara in vielen seiner Unternehmungen alles andere als erfolgreich. Seine Versuche, den bewaffneten Kampf gegen den Imperialismus nach Kongo-Kinshasa und Bolivien zu tragen, scheiterten dramatisch und mündeten schließlich in seine Hinrichtung.

Das berühmte Portrait von Che Guevara – Quelle: wikimedia public domain

Che Guevaras Märtyrertod im Kugelhagel, seine vollständige Hingabe an den Guerilla-Krieg und sein lässig-martialischer Look in Uniformjacke und Barett haben zu seiner anhaltenden Berühmtheit entscheidend beigetragen. Überhaupt hat gewalttätiger Widerstand einen erstaunlich guten Ruf: In Film und Fernsehen, aber auch in tagesaktuellen politischen Debatten wird mit Rebellen sympathisiert, Das gilt natürlich immer nur für Rebellen, die aus unserer Sicht die »richtigen« Ziele verfolgen. das gilt für Star Wars genauso wie für Syrien. Der Griff zum Lichtschwert oder zur Kalaschnikow erscheint in vielen Fällen nachvollziehbar, ja fast selbstverständlich, wenn man das Unrecht betrachtet, das vielen Menschen angetan wird. Gewaltfreier Widerstand erscheint dagegen zwar grundsätzlich löblich, in vielen Situationen aber zwecklos, wirkungslos und sogar naiv. Am Ende ist Macht immer noch das Privileg des Stärkeren und Gewalt die effektivere Lösung?

Falsch!

Dieser Artikel wird dich davon überzeugen, dass

Titelbild: Victorua Kure - CC0

von Peter Dörrie 

Es kann arrogant wirken, als Wohlstandskind die Frage zu stellen, warum es auf der Welt immer noch Krieg und Armut gibt. Zu einfach entsteht der Eindruck, man habe selbst alle Antworten parat. Als Entwicklungs-, Friedens- und Konfliktforscher findet Peter die Frage dennoch wichtig. Denn er geht immer davon aus, dass es mehr als eine Wahrheit gibt und die eigene am wenigsten zählt. Sein besonderes Interesse gilt Afrika. In 12 Ländern des Kontinents hat er bereits recherchiert.

Themen:  Politik   Frieden & Krieg   Extremismus  

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