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Wo willst du leben? Uns interessiert, was du denkst

Unser Autor Stefan Boes ist nicht sicher, wo er wirklich zu Hause ist. Hilf ihm, Antworten zu finden.

14. Mai 2019  2 Minuten

Ein kleines Haus mit Garten, die Familie sitzt beim gemeinsamen Abendbrot, spricht über die Schule, die Arbeit und ganz andere Dinge, am Wochenende kommen Freunde und Nachbarn zum Grillen, die Kinder toben auf dem Rasen, die Eltern sitzen mit kalten Getränken auf der Terrasse und plaudern. So habe ich mir das Leben als Erwachsener immer vorgestellt.

Nun bin ich 32 Jahre alt, habe ein Kind und einen Balkon, auf dem ein paar Kräuter wachsen, wenn sie nicht schon in der Sonne verbrannt sind. Die Nachbarn kenne ich kaum, und viele meiner Freunde leben nicht wie ich in Bielefeld, sondern in Berlin, Hamburg, Münster und Köln. Und ob man auf dem Balkon grillen darf, weiß ich nicht.

Zugegeben, die letzte Frage beschäftigt mich weniger. Doch es gibt eine andere Frage, die mich in den vergangenen Jahren bewegt hat wie kaum eine andere. Wo ist der Ort, an dem ich leben will? Und: Wie möchte ich dort leben? Eine andere Überlegung kommt dann noch hinzu: Kann ich es mir überhaupt Wie sich in Zukunft wieder jeder ein Stück Stadt leisten kann, erklärt Chris Vielhaus hier leisten, so zu leben und zu wohnen, wie ich es mir wünsche?

Und du? – Erzähl uns, wie du wohnst

Als jemand, der auf der Suche ist, muss ich Antworten zunächst schuldig bleiben. Vielmehr interessieren mich heute eure Geschichten:

  • Hat zum Beispiel jemand von euch seine Stadt verlassen, um noch einmal woanders neu anzufangen? Wie bewertet ihr diesen Entschluss heute rückblickend?
  • Hat sich jemand von euch entschieden, in seine Heimatregion zurückzukehren? Wie fühlt sich das an?
  • Hat jemand von euch eine neue, außergewöhnliche Art des Wohnens gefunden? In einem Ökodorf, einer Mehrgenerationen-WG, einem Tiny House? Oder Ungewöhnliche Lösungen für die Wohnungsnot zeigt David Ehl in diesem Text etwas ganz anderes?
  • Hat jemand seinen festen Wohnsitz komplett gekündigt und reist durch Deutschland oder die Welt?

Wohnen ist eine emotionale Angelegenheit, und ein umstrittenes politisches Thema. Normalerweise suchen wir bei Perspective Daily nach zukunftsweisenden Ideen für Probleme wie steigende Mietpreise, wachsende Wohnungsnot und schrumpfende Dörfer. Wir halten Ausschau nach Menschen, Initiativen und Innovationen, die die Gesellschaft voranbringen. Diese Lösungen stellen wir euch hier täglich vor. Wir sind aber überzeugt, dass Was bedeutet Konstruktiver Journalismus? David Ehl und Maren Urner erklären es in diesem Text Konstruktiver Journalismus noch besser funktioniert, wenn er partizipativ ist und wenn wir als Community zusammenarbeiten.

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Aus genau diesem Grund schreibe ich heute keinen Artikel darüber, wie gutes, nachhaltiges Wohnen aussieht, wie das Leben auf dem Land attraktiver werden kann und Städte sind eine Zumutung und trotzdem lebenswert. Lies hier den Kommentar von Katharina Wiegmann wie Großstädte zu lebenswerteren Orten werden, in denen Chris Vielhaus zeigt Lösungen, mit denen die Wohnungsnot beendet werden kann Mieten auch für Normal- und Geringverdienende bezahlbar bleiben.

Zuerst möchte ich mit euch ins Gespräch kommen – und dann weiterschreiben. Denn wahrscheinlich haben einige von euch bessere Antworten als ich. Ich würde mich freuen, wenn ihr meine Recherche unterstützt. Denken wir doch gemeinsam darüber nach, wie wir in Zukunft wohnen werden und was es in unserer mobilen Welt überhaupt bedeutet, zu Hause zu sein und sich in einem Ort zugehörig zu fühlen.

Hinterlasst einen Beitrag im Diskussionsbereich, schreibt mir eine Nachricht an stefan@perspective-daily.de und nehmt an der Umfrage in diesem Artikel teil. Eure Beiträge fließen dann nach Absprache mit euch in meinen weiteren Recherche- und Schreibprozess ein. Ich bin gespannt, was ihr zu sagen habt.

Titelbild: Kal Visuals - CC0

von Stefan Boes 
Kennst du auch das Gefühl, 1.000 Dinge tun zu wollen – oder zu müssen? Wie nutzt du die Zeit, die du hast? Stefan geht aus soziologischer Perspektive der Frage nach, wie eine neue Zeitkultur aussehen kann – und wie wir Zeit gestalten können, ohne immer nur hinterherzurennen. Dazu gehört auch die Frage, wie die Vereinbarkeit von Arbeit, Familie und Privatleben gelingen kann.

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