Was diesem todkranken Mädchen half, nachdem keine Antibiotika mehr wirkten

Die heute 17-jährige Isabelle Holdaways aus London war schwer krank, die Ärzte hatten sie schon aufgeben. Antibiotika konnten den multiresistenten Keimen nichts anhaben. Doch genetisch veränderte Viren machten sie in 6 Wochen wieder gesund.

PD Daily - 21. Mai 2019  3 Minuten

Es war im Oktober 2017, als Graham Hatfull von der Universität Pittsburg, Pennsylvania, eine dringende E-Mail vom anderen Ende des Atlantiks erreichte. Der Inhalt: Ein Hilfegesuch eines Mikrobiologen-Kollegen aus London, der nach einer Rettung für 2 seiner Patienten am Great Ormond Street Hospital suchte. Die beiden Teenager litten an Mukoviszidose, einer erblichen Stoffwechselerkrankung, die dazu führt, dass sich die Lungen nicht selbst von Schleim und krankmachenden Bakterien befreien können. Beide hatten aufgrund der Erkrankung zuletzt eine lebensrettende Hier zeige ich, wie wir die Zahl der Organspenden wirklich erhöhen können Lungentransplantation erhalten.

Die Transplantation überstanden beide Patienten ohne größere Komplikationen. Kurz nach der OP wurden die geschwächten Patienten jedoch von Bakterien heimgesucht, deren Erreger der Tuberkulose ähnlich sind. Die Infektion, die sich bald von der Operationswunde aus immer weiter über die Haut der Teenager ausbreitete, war durch kein Antibiotikum zu stoppen. Die Ärzte hatten keine Trümpfe mehr in der Hand, die Lage schien aussichtslos – bis die Mutter von einer der Patienten die Initiative ergriff.

Sie hatte im Internet etwas über Viren gelesen, die in der Lage sein sollten, Bakterien zu fressen und zu töten. Was zunächst wie gefährliches Wissen aus dem Internet klingt, sollte ihrer heute 17-jährigen Tochter das Hier beschreibe ich, warum Gesundheitsinfos aus dem Netz ein zweischneidiges Schwert sind Leben retten.

Auch der Zufall half mit: Ein Mitarbeiter des Londoner Great Ormond Street Hospital kannte Graham Hatfull aus Pittsburg und schrieb ihm besagte Mail.

Titelbild: Phylo Submissions -

von Chris Vielhaus 

Die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit hat wenig Reibungspotenzial: Wer würde schon ernsthaft behaupten, für weniger Gerechtigkeit zu sein? Chris zeigt, wie das konkreter geht. Dafür hat er erst Politik und Geschichte studiert und dann als Berater gearbeitet. Er macht die Bremsklötze ausfindig, die bei der Gesundheitsversorgung, Chancengleichheit und Bildung im Weg liegen – und räumt sie aus dem Weg!

Themen:  Technik   Gesundheit  

Die Diskussionen sind leider nur für Mitglieder verfügbar.

Weitere Artikel für dich