Wie geht es weiter nach 6 Monaten »Fridays for Future«?

Die Sommerferien stehen ins Haus, und auch Aktivistinnen und Aktivisten brauchen mal Urlaub. Doch besserer Klimaschutz ist immer noch nicht in Sicht. Muss sich die Bewegung jetzt neu erfinden?

24. Juni 2019  11 Minuten

Dass Hunderttausende Schülerinnen und Schüler auf die Straße gehen, ist nichts Neues mehr. Dass es ihnen um effektiven Klimaschutz geht und nicht um einen willkommenen Anlass, ein paar Schulstunden sausen zu lassen, ist längst durchdiskutiert. Dass ihre Bewegung Repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag von Campact (2019) beeindruckend breiten Rückhalt aus der Bevölkerung genießt, Im Auftrag der NGO Campact fragte das Meinungsforschungsinstitut YouGov Anfang Mai in einer repräsentativen Umfrage (2043 Teilnehmende): »Die Schülerinnen und Schüler fordern: Wir müssen die Erderwärmung auf jeden Fall auf 1,5 ℃ begrenzen, so wie es im Pariser Klimaabkommen vereinbart ist. Teilen Sie die Forderung der Schülerinnen und Schüler?«

Dabei antworteten insgesamt 75% entweder »eher ja« (32%) oder »ja, voll und ganz« (43%).
Politiker fast aller Parteien die Initiative loben und Unterzeichner auf der Website von »Scientists for Future« (2019) fast 27.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forderungen mittragen, ist ebenso bekannt.

Man könnte von einer äußerst erfolgreichen zivilgesellschaftlichen Bewegung reden, gäbe es nicht einen Haken: Bislang hat sich der Druck von #FridaysForFuture (FFF) noch kein Stück weit in politischen Handlungen niedergeschlagen. Immerhin hat Bundeskanzlerin Angela Merkel inzwischen ihre Tonlage geändert und

Titelbild: David Ehl - copyright

von David Ehl 

Wenn Zugvögel im Schwarm fliegen, beeinflusst jedes einzelne Tier die Richtung aller - das hat David bei einer Recherche gelernt. Sonst berichtet er eher über Menschen, stellt sich dabei aber eine ganz ähnliche Frage: Welche Rolle spielt der einzelne Wähler und Verbraucher, welchen Einfluss hat jeder von uns auf die Gesellschaft? David recherchiert gerne unterwegs, studiert hat er Musikmanagement, Englisch und Journalismus.

Themen:  Deutschland   Klima   Aktivismus  

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