Wie dich ein einfacher Trick dazu bringt, deine langfristigen Ziele zu erreichen

Apps, Fitnesstracker und Schrittzähler helfen uns auf spielerische Weise, Aufgaben schneller zu bewältigen. Die Psychologie weiß schon lange, warum das so gut funktioniert.

PD Daily - 5. Juli 2019  2 Minuten

Schon Leonardo da Vinci wusste um ihre Macht und nutzte sie ständig. Mit ihrer Hilfe verlor der große Erfinder seine Aufgaben nicht aus den Augen, sortierte seine genialen Gedanken und ging seine langfristigen Projekte an – Mehr darüber, wie da Vinci seine Arbeit organisierte, erfährst du in diesem Guardian-Artikel (englisch) die To-do-Liste. Denn Leonardo da Vinci wusste auch: Große Projekte haben es in sich.

Wer jemals eine Bachelorarbeit geschrieben oder an einem langen Projekt mitgewirkt hat, kennt die Tücken gut: Bis zur Vollendung können Monate oder Jahre ins Land ziehen. Der Nutzen jedes einzelnen Schrittes auf dem Weg dahin ist oft fragwürdig. Stundenlang, tagelang sucht man vielleicht nach einer bestimmten Information – die man am Ende gar nicht braucht. Kein Wunder, dass es so anstrengend ist, sich dafür an den Schreibtisch zu setzen.

Die Belohnungen, die stattdessen das Bett und der Fernseher versprechen, fallen zwar kleiner aus als eine fertige Abschlussarbeit; aber sie kommen sofort und 100%ig. Warum es so schwierig ist, ständig Entscheidungen treffen zu müssen, erklären Han Langeslag und Maren Urner hier Schnell endet man in einer Spirale aus Prokrastination und schlechtem Gewissen.

Titelbild: Filip Mroz - CC0

von Anna Oostendorp 

Anna Oostendorp hat Psychologie und Verhaltenswissenschaften in den Niederlanden studiert. Derzeit schließt sie ihre Promotion an der TU München ab. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der Motivation und Selbstkontrolle.

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