Mit diesem Text verstehst du die Revolution im Sudan in 3 Minuten

Der Diktator ist gestürzt. Und die Arbeit fängt jetzt erst richtig an.

PD Daily - 26. Juli 2019  3 Minuten

Es sollte das Bild der friedlichen Revolution werden. Die 22-jährige Ingenieursstudentin Alaa Salah steht auf einem Auto vor einer Menschenmenge, reckt den Finger in die Höhe und stimmt einen Protestgesang an. Seit 2018 wird im Sudan demonstriert. Nicht zu verwechseln mit dem Land Südsudan. Letzteres erklärte 2011 nach einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg seine Unabhängigkeit vom Sudan. Während der Sudan, genauso wie sein nördliches Nachbarland Ägypten, überwiegend muslimisch ist, folgt die Bevölkerung des Südsudans überwiegend dem Christentum und traditionellen Religionen. Der Sudan ist seitdem auch nur noch das drittgrößte Land Afrikas. An manchen Tagen sind Hunderttausende auf den Straßen, um für Demokratie und bessere Lebensbedingungen zu demonstrieren.

Und sie waren erfolgreich: Der sudanesische Diktator Omar al-Baschir, Omar al-Baschir genießt das zweifelhafte Prädikat, als erstes amtierendes Staatsoberhaupt vor dem Internationalen Strafgerichtshof wegen Kriegsverbrechen angeklagt worden zu sein. Er wird international per Haftbefehl gesucht, allerdings weigern sich diverse Länder, den Haftbefehl auch durchzusetzen. an der Macht seit einem Putsch im Jahr 1989, wurde von seinen eigenen Soldaten gestürzt. Der Umbruch im Sudan begann damit aber erst. Jetzt geht es darum, dass Opposition und Militär Kompromisse über die Zukunft des Landes schließen. Doch so einfach ist das nicht, und vor allen Dingen passiert es nicht so friedlich, wie die Sudanesen zuerst hofften. Hier sind 5 Dinge, die du über die Revolution im Sudan jetzt wissen musst:

Titelbild: picture alliance / AA - copyright

von Peter Dörrie 

Es kann arrogant wirken, als Wohlstandskind die Frage zu stellen, warum es auf der Welt immer noch Krieg und Armut gibt. Zu einfach entsteht der Eindruck, man habe selbst alle Antworten parat. Als Entwicklungs-, Friedens- und Konfliktforscher findet Peter die Frage dennoch wichtig. Denn er geht immer davon aus, dass es mehr als eine Wahrheit gibt und die eigene am wenigsten zählt. Sein besonderes Interesse gilt Afrika. In 12 Ländern des Kontinents hat er bereits recherchiert.

Themen:  Politik   Demokratie   Frieden & Krieg  

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