Würdest du ein Brot für 4,50 Euro kaufen – um die Umwelt zu retten?

In Nordrhein-Westfalen gibt es das jetzt schon. Warum sich der Preis lohnt.

PD Daily - 17. September 2019  2 Minuten

Eine Bäckereikette aus Hilden in Nordrhein-Westfalen bekommt derzeit viel Aufmerksamkeit für eine Aktion, die man auch leicht als kleinen PR-Stunt abtun kann. In den 19 Filialen des 250 Mitarbeiter starken Unternehmens werden Brote zugunsten der Hildener Fridays-for-Future-Gruppe verkauft. 4,50 Euro kostet das Roggen-Bio-Brot, der komplette Betrag geht an die Schülerinnen und Schüler. »Wir wollen zeigen, dass auch ein kleines mittelständisches Unternehmen etwas bewegen kann«, sagt Kathleen Graf, Assistentin der Geschäftsführung der Bäckerei Schüren.

Springen jetzt auch Unternehmer auf den Fridays-for-Future-Zug auf und entdecken ihn für ihr Marketing? Bäckerei-Inhaber Roland Schüren jedenfalls macht sich schon länger Gedanken über Klimaschutz.

»Die Bäckereibranche ist sehr energieintensiv. Wir arbeiten mit Prozessen, die sowohl sehr hohe als auch sehr niedrige Temperaturen benötigen«, sagt Kathleen Graf. Backstube und Verwaltung sitzen in einem Plus-Energiehaus, Ein »Plus-Energiehaus« verfolgt das Ziel, dass die jährliche Energiebilanz einen positiven Wert annimmt, dass also weniger Energie verbraucht wird, als das Haus produziert. Wärme wird mit Holzpellets erzeugt. Die bei Kühlprozessen entstehende Wärme wird zum Erhitzen von Wasser verwendet. Strom produziert die eigene Solaranlage, wenn nötig kauft die Firma Öko-Energie hinzu. Mehr als die Hälfte der Lieferwagen fahren elektrisch, geladen mit Strom aus der eigenen Fotovoltaikanlage. Die essenziellen Zutaten wie Mehl und Eier kommen aus der Region. Brot und Brötchen sind bei

Titelbild: Kate Remmer - CC0

von Benjamin Fuchs 

Jeder weiß: Unsere Arbeitswelt verändert sich radikal und rasend schnell. Nicht nur bei uns vor der Haustür, sondern auch anderorts. Wie können wir diese Veränderungen positiv gestalten und welche Anreize braucht es dafür? Genau darum geht es Benjamin, der erst Philosophie und Politikwissenschaft studiert hat, dann mehr als 5 Jahre als Journalist in Brasilien lebte und 2018 zurück nach Deutschland gekommen ist. Es gibt viel zu tun – also: An die Arbeit!

Themen:  Nachhaltigkeit   Arbeit  

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